Neustadt Diedesfelder Parkplatz-Entscheidung: Protest aus Hambach

Um die Fläche an der Rittersbergstraße geht es.
Um die Fläche an der Rittersbergstraße geht es.

Dass der Diedesfelder Ortsbeirat am Mittwochabend mit knapper Mehrheit den Bau eines Parkplatzes am nördlichen Ortseingang abgelehnt hat, sorgt im Nachbarort Hambach für Kopfschütteln. Dort will man nun Argumente für die Sitzung des städtischen Bauausschusses am Mittwochabend sammeln.

Die Diedesfelder Weinstraße soll ab Herbst im nördlichen Teil auf einer Länge von 835 Metern komplett saniert werden. Die Verwaltung hatte im Zuge des Projekts zudem den Bau eines 24 Stellplätze großen Parkplatzes am nördlichen Ortseingang bei der Rittersbergstraße geplant. Doch den lehnten FWG und Grüne im Ortsbeirat ab. Mit ihren sieben Stimmen setzten sie sich gegen CDU und SPD (fünf Stimmen) durch. FWG und Grüne wollen zwar die Weinstraßensanierung, aber statt des Parkplatzes soll ein Radweg Richtung Hambach gebaut werden. Das Thema kommt nun am Mittwoch im Bauausschuss zur Sprache. Baudezernent Bernhard Adams (parteilos) hat auf Anfrage mitgeteilt, dass er dem Gremium empfehlen werde, dem Diedesfelder Beschluss zu folgen.

Doch damit ist der Hambacher Pascal Bender nicht einverstanden. Der stellvertretende Ortsvorsteher und SPD-Fraktionsvorsitzende im Stadtrat sagt, dass sich auch der Hambacher Ortsbeirat für den Parkplatz ausgesprochen hatte. „Bisher gab es bei dieser Frage einen Konsens in beiden Gremien, daher überrascht mich der Sinneswandel vom Mittwoch.“ Denn auch Hambach erhoffe sich vom Bau der 24 Stellplätze eine Entlastung – zumal die Fläche noch zu Hambach gehöre. Den von FWG und Grünen ins Spiel gebrachte Radweg hält Bender für keine Alternative: „Es gibt doch schon zwei Radwegoptionen. Außerdem müsste der neue Radweg zweimal die Hauptstraße kreuzen.“ Auch die Versiegelung sei kein Argument: „Der Parkplatz wird geschottert, ist also weiterhin durchlässig.“

Viel wichtiger sei es doch, Fahrzeuge aus den Orten zu halten, meint Bender. Auch das Verhalten der Stadtverwaltung könne er nicht nachvollziehen: Man spreche über eine Hambacher Fläche, aber die Diedesfelder dürften darüber entscheiden, weil es um ihren Ortseingang gehe, kritisiert Bender. Außerdem könne er es nicht verstehen, dass die Verwaltung den Parkplatz einplane und nun einfach aus dem Konzept herausnehme: „Sonst will die Verwaltung eher die Ortsbeiräte überzeugen“, so Bender. Er habe daher auf jeden Fall noch Redebedarf im Bauausschuss.

x