Neustadt Die zwei stärksten Pfälzer Frauenteams

91-83759596.jpg

Niederkirchen. Am letzten Spieltag der Frauenfußball-Regionalliga Südwest kommt es am Sonntag, 14 Uhr, zum traditionsreichen Pfalzderby zwischen Gastgeber 1. FFC Niederkirchen und dem SC Siegelbach. Bereits ab 12.30 Uhr beginnt auf der Niederkirchener Sportanlage ein Rahmenprogramm mit Kleiderflohmarkt und Ehrung der Meistermannschaften sowie einer Saisonabschlussparty mit DJ und Cocktailbar nach dem Abpfiff.

„Der SC Siegelbach war in den 1970er-Jahren, als wir in Niederkirchen mit dem Frauenfußball begannen, unser größter Konkurrent“, erinnert sich Agatha „Agi“ Marx an die Anfänge – sie war 32 Jahre Frauen-Beauftragte des Bezirks Vorderpfalz und als Spielleiterin der entsprechenden Frauen-Klassen tätig. Obwohl beide Vereine in dieser Saison lediglich drittklassig sind, stellen sie weiterhin die beiden stärksten Pfälzer Frauenfußballmannschaften. Die Rollen vor dem am Samstag anstehenden Duell sind jedoch klar verteilt. Während die Niederkirchenerinnen die Tabelle inzwischen mit 13 Punkten Vorsprung auf die SG Andernach anführen, belegen die Westpfälzerinnen mit noch einmal zehn Zählern weniger Rang vier. Trotzdem kann der SC Siegelbach mit großem Selbstbewusstsein nach Niederkirchen fahren, denn die Mannschaft aus dem Norden Kaiserslauterns ist seit dem 13. März ungeschlagen und verbuchte seitdem fünf Siege und ein Unentschieden. Gegen die vergangenen Ergebnisse des FFC verblasst die Bilanz des langjährigen Rivalen jedoch. Bei seinen vergangenen fünf Siegen erzielte der FFC ein Torverhältnis von 33:0, was auch noch dadurch aufgewertet wird, dass er dabei dreimal auswärts antreten musste und bereits seit knapp vier Wochen als Meister feststeht. Das letzte der bisher erst acht Gegentore musste der FFC am 3. April beim 2:1-Sieg im Spitzenspiel gegen Andernach hinnehmen. Gegen einen überraschenden Punktgewinn der Gäste spricht auch, dass die Niederkirchenerinnen alle seit der Vereinsgründung im Jahr 2008 gegen Siegelbach ausgetragenen acht Pflichtspiele gewonnen haben. FFC-Trainer Niko Koutroubis freut sich am meisten über die Entwicklung der Mannschaft seit seinem Amtsantritt. „Dass sich der 1. FFC Montabaur beim 2:2 am dritten Spieltag mit uns noch auf Augenhöhe befand und jetzt 29 Punkte weniger als wir hat, ist dafür der beste Beleg“, meint er stolz. Verbessert hat sich zwischenzeitlich auch die Personalsituation, da sich mit Natalia Stulin eine weitere Langzeitverletzte zurückgemeldet hat. Laura Schmahl muss allerdings noch länger auf ihr Comeback warten. „Sie wird leider voraussichtlich erst wieder im Winter dabei sein“, prognostiziert Koutroubis. (dil)

x