Neustadt Die vierte Amtszeit ist die letzte

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Der Maikammerer Verbandsbürgermeister Karl Schäfer (CDU) wird nach 34 Amtsjahren nicht mehr für dieses Amt kandidieren. Das hat er gestern gegenüber unserer Redaktion erklärt. Er möchte sich ab 2018 „auf das Amt des Ortsbürgermeisters in Maikammer konzentrieren“.

Damit braucht die CDU, mit 13 von 24 Sitzen im Verbandsgemeinderat die stärkste Kraft, einen neuen Kandidaten. Der Vorstand des CDU-Gemeindeverbandes Maikammer werde am kommenden Samstag darüber beraten und eine Personalempfehlung geben, teilte Schäfer mit. Die Wahl des Verbandsbürgermeisters findet voraussichtlich am 24. September, gemeinsam mit der Bundestagswahl, statt. Schäfer, der im Juni 64 Jahre alt wird, sagte zur Begründung, eine neue Amtszeit würde bis zu seinem 72. Lebensjahr laufen. Schäfer: „Für mich kein akzeptables Alter für einen hauptamtlichen Bürgermeister.“ Er habe sein Amt stets „mit ganzer Kraft und Leidenschaft ausgeübt“, sei sich aber „nicht sicher, ob ich bei guter Gesundheit, die Entscheidung für einen früheren Ausstieg treffen würde und könnte.“ Er habe vor dieser Entscheidung viele Gesprächen in der Familie, mit persönlichen Freunden und ehemaligen Kollegen geführt. Trotz des Drängens vieler Bürger in den vergangenen Wochen und Tagen werde er nun nicht mehr für eine neue Amtsperiode kandidieren. Dabei haben ihn, wie er selbst einräumt, „die Entwicklungen der letzten Wochen im Kollegenkreis unseres Landkreises nicht unbeeindruckt gelassen“. Wie berichtet, haben Landrätin Theresia Riedmaier wie auch der Annweilerer Verbandsbürgermeister Kurt Wagenführer aus gesundheitliche Gründen auf eine erneute Kandidatur verzichtet. Und der ehemalige Herxheimer Bürgermeister Elmar Weiller, ein „enger Freund“ (Schäfer), ist vor zwei Wochen gestorben. Das hat Schäfer auch in der Entscheidung beeinflusst. Er sagt, dass er sich darauf freue, mehr Zeit für seine Frau, seine Familie und die Enkel zu haben. Seine Familie sei bei seiner Amtsführung ein großer Rückhalt gewesen. Schäfer blickt auf „erhebliche Investitionen in die Infrastruktur der Daseinsvorsorge, der Bildung, der Freizeitgestaltung und in den Brand- und Katastrophenschutz“ in seinen 34 Amtsjahren zurück. „Auch das Schaffen von Rahmenbedingungen, damit sich unsere drei Ortsgemeinden gut entwickeln konnten, war eine große Aufgabe und hat mir viel Freude bereitet.“ Dabei hätten der Kampf um den Erhalt der Verbandsgemeinde Maikammer, die Zeit bis zur Fusion und die Rückabwicklung der Fusion „viel Energie und Kraft gekostet“. Sein Engagement werde weiter der Ortsgemeinde Maikammer gehören. Dort stünden in den nächsten Jahren große Projekte mit vielen Gestaltungsaufgaben an. Einen möglichen Kandidaten nennt Schäfer, auch CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender, noch nicht. Voraussetzung sei, dass er oder sie „von allen drei Ortsverbänden der CDU akzeptiert wird“. Über die Personalempfehlung des Vorstands soll der CDU-Gemeindeverband am 4. April befinden. Karl Schäfer, der aus der Westpfalz stammt, war im Jahr 1983 als Leiter des Rechnungsprüfungsamtes von Calw und Herrenberg nach Maikammer gekommen. Er wurde einmal vom Gemeinderat und zweimal in Urwahl im Amt bestätigt.

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