Neustadt Die Strecke „vollkommen flach“

Hassloch. Beim 41. Nikolaus-Volkslauf des LC Haßloch kommt es am 6. Dezember zu einer Punktlandung. Zumindest, was den Kalender betrifft. Der Lauf, der stets am Samstag des ersten Dezember-Wochenendes veranstaltet wird, fällt auf den Namenstag des Heiligen.
Um diesen ranken sich, das ist bekannt, zahlreiche Legenden. Weil St. Nikolaus ein Bischof war, tritt er manchmal im feierlichen Ornat auf, an anderen Orten kommt er als typisch rot-weiß gekleideter Gabenverteiler daher. Und für die kleinen Läufer wird der Nikolaus mit weißem Rauschebart eifrig Schokoladenpräsente verteilen. Im Haßlocher Wald werden neben einigen rot-weißen Zipfelmützen zudem einige Nikolausmäntel auszumachen sein. Doch das traditionelle Nikolaus-Outfit während des Laufes wird nur von jenen Sportlern getragen, die nicht ganz weit vorne landen wollen. Für die schnellen Leistungssportler gilt dagegen durchaus, nackte Waden und Arme zu zeigen, sei es auch noch so kalt. Beim schnellen Laufen heizt sich der Körper schließlich selbst auf. Im Vorjahr war es der Esthaler Mario Steiner, der den Halbmarathon für sich entschieden hat, Philipp Eisel (TV Mußbach) wurde Achter. Bei der sieben Kilometer langen Strecke belegte Lokalmatador Marius Meyfarth hinter André Zschaubitz Platz zwei. „Wir hoffen wieder auf je 300 Starter in den beiden Hauptläufen. Wir bieten schließlich eine der schönsten Strecken, vollkommen flach und daher gut zu bewältigen“, sagt Organisator Ernst Meininger. Eine Zahl von rund 600 Teilnehmern sei wichtig, damit sich der ganze Aufwand lohne, betont auch LCH-Vorsitzender Joachim Tremmel. Er macht sich bereits Gedanken, wie die Volksläufer den vom Deutschen Leichtathletik-Verband geplanten „Finisher-Euro“ aufnehmen werden, der voraussichtlich ab 2016 von den Zieleinläufern kassiert werden soll. „Das wird dann Auswirkungen auf unsere Meldegebühren haben“, erwartet Tremmel. Schwach findet er dabei die Position des eigenen Landesverbandes, des Leichtathletikverbandes Pfalz (LVP). „Der LVP hätte sich wegen dieser Sache schon längst einmal mit den Vereinen, die Volksläufe in der Pfalz durchführen, in Verbindung setzen können, um unsere Position dazu zu hören. Vereine, die Läufe organisieren, sind schließlich an zwei Händen abzulesen“, kritisiert Tremmel.