Neustadt Die Personalsorgen bleiben
«Neustadt.» Auch ein Spiel gegen den Tabellenletzten der Wasserball-Bundesliga B-Gruppe nimmt Janusz Gogola, Trainer des SC Neustadt, sehr ernst. Am Samstag tritt der SCN um 18 Uhr bei Aufsteiger SGW Rhenania/BW Poseidon Köln an. Die Kölner holten erst im Januar einen Punkt beim 8:8 im eigenen Becken gegen den SV Krefeld. Zu diesem Zeitpunkt hatte bereits der dritte Coach in dieser Saison das Zepter bei den Rheinländern übernommen.
Seit Anfang Januar werden sie von Tom Winkels trainiert. „Seit diesem Zeitpunkt spielen sie besser, das sieht man auch an der knappen 8:11-Niederlage am vergangenen Samstag bei Wedding Berlin“, sagt Gogola. Er weiß auch, dass Köln endlich doppelt punkten muss, um dem direkten Abstieg zu entgehen. Denn der Deutsche Schwimmverband hat für diese Saison einen neuen Modus geschaffen: Der Tabellenerste der B-Gruppe steigt direkt in die A-Gruppe auf, der Tabellenletzte steigt in die Zweite Liga ab. „Der Tabellensiebte Ludwigsburg ist für Köln noch in Reichweite“, weiß Gogola. Sorgen macht ihm erneut die aktuelle Aufstellung. Hinter zu vielen Namen seiner Spieler steht für den Samstag noch ein Fragezeichen. Dazu kommt, dass noch nicht klar ist, wie Mitko Nachev bestraft wird. Er hat am vergangenen Samstag wegen „brutalen Spiels“ nicht nur einen Wasserverweis erhalten. Gegen den SCN wurde zudem ein Fünfmeter verhängt. Das Team musste vier Minuten in Unterzahl spielen (wir berichteten). „So etwas hatten wir schon seit langer Zeit nicht mehr. Das war mal vor einigen Jahren, da hatte es einen Ungarn getroffen. Zudem ist uns nicht ganz klar, ob die Sperre jetzt automatisch verhängt wird oder ob es dazu ein Verfahren gibt“, erklärt Gogola. Er hat sich die Statistik der Kölner Spiele genau angesehen. Stärkste Angreifer sind Robin Toth und Louis Winkels mit je elf Treffern. Gogola hat auch die Hinausstellungen aufgelistet, die Köln kassiert hat. „In dieser Saison waren es schon 97 Wasserverweise“, so Gogola. Und sogar die verlorenen Viertel hat er statistisch erfasst. Köln verlor 38 Viertel, drei endeten unentschieden. Und nur fünf Viertel entschieden die Rheinländer für sich. Mit diesen Informationen impft Gogola auch seine Spieler. Er betont, Köln spiele zu Hause immer sehr stark. Der SCN müsse genug Spieler auf der Bank haben, um auch Hinausstellungen kompensieren zu können. Denn nach drei Verweisen eines Spielers muss dieser für den Rest der Partie zusehen. So spielen sie SC Neustadt: Pisk, Ulrich – Mijatovic, Tummings, Härtel, Görge, Kolar, Weigert, Timo Jordan, Glaser (?), Gergely (?), Mongrell (?), Held.