Neustadt Die Händler hätten da ein paar Ideen
In der September-Mitgliederversammlung der Händlergemeinschaft Willkomm war harsche Kritik in Richtung Verwaltung wegen der vielen Baustellen in der Stadt laut geworden (wir berichteten). Diesmal gab es moderatere Töne.
Vor allem sei man „sehr glücklich“, dass die Sperrung der B 39 erst nach Weihnachten erfolge und damit nicht in die für die Geschäfte in der Innenstadt so wichtige Vorweihnachtszeit falle, sagte Willkomm-Vorstandsmitglied Andreas Böhringer am Dienstagabend bei der Mitgliederversammlung im Ratssaal. Zudem begrüße man die verkürzte Bauzeit, die nun einkalkuliert sei (wir berichteten). Weniger gut sei hingegen, dass bei den Planungen nur die Anlieger und nicht auch andere Betroffene – sprich: Ladeninhaber in der Innenstadt – von der Verwaltung einbezogen würden. Entsprechende Nachfragen bei Oberbürgermeister Hans Georg Löffler und Wirtschaftsfördererin Anna-Lena Schatten hätten kein Ergebnis gebracht. Dabei könnten die Geschäftsinhaber sicherlich einige Ideen einbringen, so Böhringer. Auf offene Ohren sei die Willkomm beim Thema Adventsparken gestoßen. Die Stadt wolle wieder mit Schildern auf zusätzliche und kostenlose Abstellplätze in der Vorweihnachtszeit hinweisen, sagte Böhringer. Willkomm-Mitglied Martin Denzinger kritisierte allerdings, dass die Schilder für das Adventsparken „immer kleiner“ würden, das sei vor allem für Ortsfremde schwierig. Bei der Gelegenheit wies er darauf hin, dass die Willkomm noch immer einen Investor an der Hand habe, der bereit sei, ein Parkhaus in Neustadt zu bauen. Diesem habe man auch den Kontakt zum Käufer des früheren Hertie-Gebäudes vermittelt, damit das dortige Parkdeck so schnell wie möglich wieder eröffnet werden könne. Die Parkraumbewirtschaftung der Verwaltung wurde ebenfalls diskutiert. Die Willkomm habe angeregt zu überprüfen, wie sich die Änderungen auf das Parkverhalten der Innenstadtbesucher auswirken – zum Beispiel an Samstagen, an denen das Parken früher bekanntlich kostenlos war. Dem Wunsch wolle die Stadt entsprechen, so Böhringer. Im vergangenen Jahr hatte die Willkomm mit der Aktion „Wein in die Stadt“ einen Versuch gestartet: Drei Winzer hatten Stände in der Fußgängerzone aufgebaut. Nun soll ein Konzept daraus werden: Am Weincampus gab es ein Praxissemester, die dabei entstandenen Projekte sollen am 13. Januar von den Studenten präsentiert werden. Im kommenden Jahr will die Willkomm mit Unterstützung des Skiclubs erstmals einen Firmenlauf organisieren. Er soll während einer gemeinsamen Aktion von Innenstadt und Gewerbegebieten (8. bis 12. Juni) ausgetragen werden. |ffg