Neustadt Der Wohnsitz bleibt in Niederkirchen

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Diözesanbischof Karl-Heinz Wiesemann hat mit Wirkung vom 1. August Roland Reitnauer, den katholischen Pfarrer von Niederkirchen, zum Kooperator der Pfarrei Heilige Klara von Assisi in Haßloch ernannt und ihn gleichzeitig als Kooperator der Pfarrei Heiliger Michael in Deidesheim entpflichtet.

Das ist ein bedeutender Schritt auf kirchlicher Ebene in Niederkirchen. Erstmals wird nach über 200 Jahren das traditionsreiche Dorf Niederkirchen keinen eigenen Ortspfarrer mehr haben. Während die neuen Aufgliederungen der Pfarreien in Pfarrverbände auch personelle Änderungen erbrachten, ist bei Pfarrer Reitnauer (65) der Wechsel nach Haßloch auch altersbedingt zu werten. „Ich werde“, so Pfarrer Reitnauer, aus Kaiserslautern stammend, „in meiner bisherigen und nunmehr zweiten Heimat Bürger von Niederkirchen bleiben, wo ich auch meinen Alterswohnsitz haben werde.“ Während seiner 20-jährigen Seelsorgetätigkeit in Niederkirchen, in der er auch die Pfarrei Meckenheim mitversorgte, hat sich in der Pfarrgemeinde viel getan. Dabei wurde in Niederkirchen die Pfarrkirche zweimal renoviert, der Glockenturm saniert, die Kirchenheizung modernisiert, die Orgel repariert. Außerdem wurde das Pfarrheim komplett erneuert. Pfarrer Reitnauer spricht von der steten guten Unterstützung einer Ortsgemeinde, in der er sich wohl und geborgen fühle. Er würdigt auch das aufgeschlossene und harmonische Miteinander der Vereine. Zuständig ist Reitnauer auch für die Katholiken in Meckenheim. Dort erfolgte in seiner Amtszeit die komplette Sanierung der Pfarrkirche. Außerdem wurde der Vorhof des Maximilian-Kolbe-Hauses neu gestaltet. Das Haus dient den Meckenheimer Katholiken als Pfarrheim. Was Pfarrer Reitnauer besonders würdigt, war die sehr gut gelebte Ökumene der beiden Meckenheimer Kirchengemeinden. In Niederkirche gibt es keine eigene protestantische Gemeinde, die Protestanten im Ort gehören der Kirchengemeinde Deidesheim an. Pfarrer Reitnauer hat einige Zahlen zusammengestellt von Ereignissen während seiner 20-jährigen Amtszeit. In beiden Pfarrgemeinden wurden 476 Verstorbene kirchlich beerdigt und 396 Menschen katholisch getauft. Es wurden 7000 Gottesdienste zelebriert, 160 Zusammenkünfte des Pfarrgemeinde- und 150 Sitzungen des Verwaltungsrates abgehalten. Für den Kirchendienst stehen 60 Messdiener zur Verfügung. Das ist für die Größe der Pfarrgemeinde eine beeindruckende Zahl: Sie dokumentiert nach Reitnauers Einschätzung ein echtes Mit- und Füreinander der Pfarreimitglieder. Gerne denkt Reitnauer auch an viele schöne Feste, an die Pfarrgemeindereisen, besonders in die Türkei, in den Irak und nach Spanien. Dort konnte er seinem Hobby, dem Fotografieren, nachgehen. Die Ergebnisse kamen bei anschließenden Vorträgen zur Geltung. Termin Mit einem festlichen Dankgottesdienst wird sich Pfarrer Reitnauer am Sonntag, 28. August, 9.30 Uhr, in der Pfarrkirche Niederkirchen, von seinen Gemeinden Niederkirchen und Meckenheim verabschieden. Anschließend findet ein Stehempfang auf dem Kirchenvorplatz, bei schlechtem Wetter im Pfarrheim statt. Pfarrer Reitnauer bittet darum, von persönlichen Geschenken abzusehen. Stattdessen soll während des Gottesdienstes eine Kollekte abgehalten werden. Der Erlös werde hilfsbedürftigen Waisenkindern zugute kommen. |rr

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