Neustadt Der Wanderführer als Auslöser

Die Benjentalhütte.
Die Benjentalhütte.

Es ist ein gutes Beispiel für ehrenamtliches Engagement. Und ein Beleg dafür, dass auch die Zusammenarbeit über die Stadtgrenze von Neustadt hinaus, in dem Fall in Richtung Deidesheim, gut funktioniert. Die Benjentalhütte ist nämlich renoviert worden. „Rechts zweigt das Benjental ab, eine Schutzhütte wartet auf ihre Renovierung“, haben Alfred Sitzmann und Reinhard Kermann in ihrem Buch „Weinbiet Entdeckertouren“ (die RHEINPFALZ berichtete) bei ihrer Beschreibung einer der Wanderrouten zum Weinbiet geschrieben. Der Gimmeldinger Jo Dohren hat das gelesen und ist die Renovierung der Hütte nun einfach spontan angegangen. Benjentalhütte heißt die Schutzhütte aus Holz. Wann sie errichtet wurde und wer sie gebaut hat, sei nicht bekannt, sagt Dohren. Die Schutzhütte steht in unmittelbarer Nähe einer Holzbrücke über den Mußbach, deren Sanierung Dohren ebenfalls initiiert hatte (die RHEINPFALZ berichtete mehrfach). „Ich mache gern so Bastelarbeiten“, sagt Dohren. Die Schutzhütte, die an einem viel begangenen Wanderweg in der Nähe des Forsthauses Benjental liegt, ist etwas in die Jahre gekommen, vor allem das Dach war nicht mehr in Ordnung. Dohren hat das Dach abgedeckt und in der vergangenen Woche neue Dachsparren angebracht. Das Holz für die Sparren habe er gezahlt, doch werde sich wahrscheinlich der Forst an den Kosten beteiligen, berichtet Dohren. Ihm sei Unterstützung versprochen worden. Auf die Dachsparren sollen noch Biberschwanzziegeln verlegt werden. „Das sieht gut aus“, sagt Dohren. Die Schutzhütte liegt auf Deidesheimer Gemarkung. Der Deidesheimer Bürgermeister Manfred Dörr (CDU) habe zugesagt die Biberschwanzziegel zu spenden. Notwendig sei auch eine Verbesserung der Statik der Hütte, so Dohren. Der Gimmeldinger Architekt Jürgen Trapp habe ihm empfohlen, zur Verbesserung der Statik zwei zusätzliche Holzpfosten einzubauen. Auch das will Dohren noch tun.

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