Neustadt Der VfB Haßloch als Nothelfer

Hassloch. Wie die Zeit vergeht: Die Fußball-Bezirksligisten VfB und 1. FC 08 Haßloch bestreiten an diesem Wochenende bereits den vorletzten Spieltag der Hinserie.
Nein, der VfB Haßloch wollte keine Aufbauhilfe mehr leisten. Entgegen dieser Absicht jedoch unterlagen die Gelb-Schwarzen dem mit nur einem Saisonsieg angereisten VTG Queichhambach 0:3. Der Aufwärtstrend nach zwei Siegen in Folge: gestoppt. Trainer Frank Lieberknecht nimmt seine Kicker in Schutz: „Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Queichhambach ist eine gute Truppe, der nur die Ergebnisse fehlten. Das Ergebnis haben sie jetzt von uns bekommen. Man muss das neidlos anerkennen.“ Allein mit der Leistung seiner eingewechselten Spieler war Frank Lieberknecht nicht einverstanden, er hatte sich von den frischen Kräften mehr Schwung und Impulse erhofft. Mit 14 Punkten belegt der VfB Tabellenposition zwölf. Am Sonntag (14.30 Uhr) gastiert er bei Aufsteiger DJK Eppstein, dessen anfängliche Euphorie ein ruppiges Ende gefunden hat. Aufgrund von vier aneinandergereihten Misserfolgen mit 1:11 Toren glitt die DJK von Rang zwei auf Platz neun ab. Goalgetter Benjamin Baumann, mit zwölf Treffern Fünfter der ligainternen Torschützenliste, jubelte letztmals am neunten Spieltag beim 4:2 in Schaidt. Lieberknecht hofft, dass Baumanns Knoten nicht ausgerechnet gegen seine Elf platzt – und der VfB abermals als Nothelfer fungiert. Der Haßlocher Kader bleibt dünn besetzt: Neben Fabian Weber, Christian Schäfer und Dennis O’Hagan fehlt weiterhin Patrick Heilmann wegen eines Bänderrisses im Sprunggelenk. Der 1. FC 08 Haßloch bekommt seinen „Laden“ einfach nicht dicht. In Schaidt kassierte die Elf von Trainer Christian Lederle fünf Gegentore (33 insgesamt), die siebte Saisonniederlage war trotz der beiden selbst erzielten Treffer nicht zu vermeiden. Dabei hatte 08 das Pech, nahezu 70 Minuten in Unterzahl zu agieren – Lars Zintel hatte die Rote Karte gesehen. „Es war ein gebrauchter Tag“, urteilt Christian Lederle, der am Morgen der Partie drei kurzfristige Absagen zur Kenntnis nehmen musste. Auch Steffen Blasius fiel aus, Grund war eine Schleimbeutelentzündung im Oberschenkel. Am Sonntag (14.30 Uhr) gegen die FG 08 Mutterstadt kann Blasius vermutlich wieder auflaufen. „Wir müssen in erster Linie mal unseren Kasten sauber halten, und da will ich der Abwehr gar keinen Vorwurf machen“, sagt er. „Wir müssen als Mannschaft kompakter stehen. Manchmal fehlt das Quäntchen Glück, aber wir machen uns oft auch selbst das Leben schwer.“ Da der VTG Queichhambach beim VfB Haßloch gesiegt hat, rutschten die „Nullachter“ auf den vorletzten Tabellenrang ab; der Vorsprung auf Schlusslicht ESV Ludwigshafen beträgt drei Punkte. Gegen die FG 08 Mutterstadt steht Lederles Mannschaft unter Druck, denn im Finale der ersten Halbserie darf beim Gastspiel in Seebach nicht mit einem Erfolg gerechnet werden. „Wir müssen weitermachen und neu angreifen“, sagt Lederle. Es wird Zeit für den dritten Saisonsieg.