Neustadt Der Sommer kann kommen
Der Badepark ist gerüstet für den Ansturm der Badegäste in einem möglicherweise wieder heißen Sommer. Rund 945 Kubikmeter Wasser befinden sich bereits im Schwimmerbecken mit seinen 25 Meter langen Bahnen. In den vergangenen Wochen seien die notwendigen Reparatur- und Wartungsarbeiten erledigt worden, sagt Betriebsleiter Björn Molter im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Seit 1. Januar ist Molter für das operative Geschäft, die Betriebsführung und das Personal des Haßlocher Familien- und Freizeitbads zuständig. Der Meister für Bäderbetriebe ist bei der Gesellschaft für Entwicklung und Management von Freizeitsystemen mbH & Co. KG (GMF, Neuried bei München) angestellt, die zum Jahresbeginn den Betrieb des Badeparks übernommen hat. Die GMF betreibt im In- und Ausland Freizeitbäder, Resorts, Thermen, Spa-, Wellness- und Sportanlagen – allein in Deutschland nach Angaben von Molter 22 Schwimmbäder. In der Winterpause sei das Wasser aus dem Schwimmerbecken abgelassen worden, um die jährlich wiederkehrenden Arbeiten ausführen zu können. Reinigungsarbeiten hätten dazu gehört, die Prüfung der Filter und die Wartung der kompletten technischen Anlage. Auf einer kleinen Fläche auf dem Boden hätten sich, verursacht durch den Frost, die Fliesen gehoben. Auch das sei in Ordnung gebracht worden, bevor das Becken wieder mit Wasser befüllt worden sei, sagt Molter. Ein pH-Korrekturmittel werde dem Wasser zugesetzt, um den pH-Wert auf den gewünschten Wert von 7 zu bringen. Der pH-Wert gibt an, ob das Beckenwasser sauer oder alkalisch ist und ist entscheidend für die Desinfektionswirkung des freien Chlors. Das Labor Eurofins habe Proben genommen, um die Qualität des Beckenwassers im Schwimmer- und im Abenteuerbecken mikrobiologisch zu analysieren. Das Ergebnis stehe zwar derzeit noch aus, aber Molter geht davon aus, dass es keine Beanstandungen geben wird. Die Qualität des Wassers werde ständig überwacht, so der Betriebsleiter. Monatlich finden nach seinen Angaben weitere Kontrollen des Beckenwassers statt. Das Wasser werde ständig im Kreislauf aufbereitet – also gereinigt– und desinfiziert. Eine DIN-Norm schreibe vor, pro Badegast mindestens 30 Liter Beckenwasser gegen Frischwasser (Füllwasser) auszutauschen. Damit soll eine unerwünschte Anreicherung von Stoffen, die durch die Aufbereitung des Beckenwassers nicht entfernt werden können, verhindert werden. Die Außenanlage des Badeparks werde auch in den Wintermonaten von Gärtnern in Schuss gehalten. Das ganze Jahr über würden Hecken und Bäume geschnitten und gepflegt. Auch ein Sandbereich warte wieder auf die Badegäste. Insgesamt werden im Haßlocher Schwimmbad nach den Angaben des Betriebsleiters etwa 30 Personen beschäftigt: 24 Mitarbeiter in Voll- und Teilzeit sowie sechs Aushilfen. Zwei Meister für Bäderbetriebe – neben Molter ein weiterer – und ein Fachangestellter für Bäderbetriebe gehören dazu, daneben unter anderem ausgebildete Rettungsschwimmer. Insgesamt sei die Badepark-Technik auf einem guten Stand, sagt Molter. Das 1990 eröffnete Schwimmbad sei zwar etwas in die Jahre gekommen, aber ihm habe die Anlage gleich gut gefallen, als er am Jahresanfang seine Arbeit in Haßloch aufgenommen habe: „Ein schickes Familienbad“, bringt es der Betriebsleiter auf den Punkt.