Neustadt Der pure Alla-Hopp-Wahnsinn

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Nachbarstraßen gesperrt, Umleitungen, Einbahnstraßenregelung in der Villastraße. Polizei und Feuerwehr im Einsatz, um den Verkehr zu regeln. Das DRK für Notfälle gerüstet. Lange bevor gestern die offizielle Einweihung der Alla-Hopp-Anlage in Edenkoben anstand, herrschte ein Riesenandrang rund um das 14.000 Quadratmeter große Areal.

Vor einer Bühne mit Lautsprecheranlage, wo die Auftritte der Edenkobener Kindergartenkinder und Schüler für ein von ungezählten Eltern und Großeltern beklatschtes Programm sorgten, gab es kein Durchkommen mehr. Ein Moderator hatte alle Hände voll zu tun, um per Mikrofon den hinten stehenden Buben und Mädchen ein Durchkommen zu ermöglichen. „Liebes Publikum, bitte bilden Sie eine Gasse, damit die Kinder auf die Bühne kommen können“, lautete ein vielfach geäußerter Wunsch. Es ging zu wie an einem Taubenschlag. Auch an den meisten Spielgeräten der von der Dietmar-Hopp-Stiftung für über zwei Millionen Euro finanzierten Anlage. In dem hohen Kletterturm, den man erklimmen muss, um eine steile Rutsche hinunterzudüsen, herrschte teilweise so drangvolle Enge, dass den zuschauenden Vätern und Müttern angst und bange wurde. Derweil unten am Bach Knirpse an einem Seil sich wie Tarzan über das Wasser schwingen ließen. Oben auf der Terrasse saßen Gäste des Hotels Prinzregent und nahmen interessiert und lächelnd Anteil an dem Geschehen. Es dürften gut 1000 Leute gewesen sein, die zur großen Feier gekommen waren, auch viele ältere Menschen, die sich auf der generationenübergreifenden Bewegungs- und Begegnungsstätte einfach nur umschauen wollten. Einer allerdings fehlte: SAP-Mitbegründer und Mäzen Dietmar Hopp, der am Tag vorher eine Zahn-OP über sich ergehen lassen musste und sich entschuldigen ließ. Dass die Baustelle überhaupt rechtzeitig fertig wurde, war für Stadtbürgermeister Werner Kastner (FWG) ein Wunder. „Noch am Abend vorher lagen hier überall Gesteinsbrocken und andere Arbeitsutensilien herum. Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass die Firma das alles so hinbekommt.“ Auch Landschaftsarchitekt Norbert Schäfer (Klingenmünster), von dem das Konzept stammt, fiel ein Stein vom Herzen, dass das Werk rechtzeitig gelungen ist. Nun kann das Angebot nach Herzenslust genossen werden: unter anderem der Bewegungsparcours für jedermann mit Zirkeltraining, der Spielplatz für die Kleineren, um ihre Motorik und Sinneswahrnehmung zu schulen, der Pavillon mit Sitzgelegenheiten und Sanitäranlagen – und natürlich der Spiel- und Bewegungsplatz mit jeder Menge Raum für freies Spielen, Toben, Klettern, Hangeln, Balancieren und Schaukeln. Ganz nebenbei wurde der teilweise versiegelte Triefenbach ökologisch aufgewertet und naturnah umgestaltet. |mik

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