Neustadt Der Marktmeister

DEIDESHEIM. Im Alter von 87 Jahren ist Schreinermeister Alfred Eichberger gestorben. In seiner Vaterstadt Deidesheim hat er über ein halbes Jahrhundert ehrenamtlich gewirkt.
Überregional bekannt wurde Alfred Eichberger durch seine Rollen als Stabhalter bei der historischen Geißbockversteigerung und vor allem als Marktmeister. Diese Aufgabe übernahm er jahrzehntelang ab dem ersten Weihnachtsmarkt (Deidesheimer Advent): Er war dabei zugleich Respektsperson und freundlicher Ansprechpartner für die Besucher. Und er war Wingertsschütz vom Paradiesgarten, in dem prominente Persönlichkeiten Rebstockpächter sind. Eichberger setzte sich für soziale Belange und die Erhaltung des Brauchtums ein. Er war für alle da, die ein Anliegen hatten, das er nach Kräften ohne große Worte umsetzte. Alfred Eichberger hat Projekte gemeinsam mit seinen Schreinerkollegen angeschoben, wie den Bau einer Aussegnungshalle. Seiner Frau Mathilde hat er zur Seite gestanden bei Vorbereitungen von Totenbestattungen. Für die Kolpingfamilie Deidesheim war Alfred Eichberger unentbehrlich, unter anderem beim Ausrichten von kirchlichen Feiertagen, bei Aufbauten von Festständen und bei der ehrenamtlichen Pflege von Wegen, etwa um den Schlossgraben besser begehbar zu machen. Sein Unternehmen hat Eichberger seinem Sohn Klaus übergeben. Dieser führt den Handwerksbetrieb jetzt mit seinen Söhnen Ulrich und Johannes in der fünften Generation . Alfred Eichberger wird am Freitag, 7. Oktober, nach einem Sterbeamt in der Aussegnungshalle (14.30 Uhr) auf dem Friedhof in Deidesheim beigesetzt. |awk/Archivfoto: lm