Neustadt Der „Frauen-Fußballer“ als Sportdezernent

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Bürgermeister Ingo Röthlingshöfer (CDU) sei für das Dezernat Kultur qualifiziert, stellte der Mußbacher Puppenspieler Markus Dorner am Freitagabend fest, nachdem er den CDU-Mann im Herrenhof als Gehilfen in einer kleinen Spielszene eingesetzt hatte. Ob Röthlingshöfer für Kultur qualifiziert ist, muss sich erst noch zeigen, das Dezernat wird er wohl übernehmen. Darüber ist sich die Jamaika-Koalition aus CDU, FDP und Grünen nach RHEINPFALZ-Informationen bereits einig Dafür wird Parteichef Röthlingshöfer die Zuständigkeit für den Sportbereich an seinen CDU-Kollegen Dieter Klohr abgeben. Als früherer Abteilungsleiter der Fußball-Frauen des TuS Niederkirchen war der Haardter ja durchaus erfolgreich. Unter seiner Ägide wurden die Fußballerinnen 1993 immerhin Deutsche Meister. Die Verantwortung für den Eigenbetrieb Stadtentsorgung wird Klohr behalten. „Für den Müll hebt sonst keiner den Finger“, heißt es aus CDU-Kreisen. Auch die Wohnungsbaugesellschaft der Stadt soll wahrscheinlich weiter in den Zuständigkeitsbereich des ehrenamtlichen Dezernenten fallen. Nicht um den Müll, aber um alles Grüne wollen sich die Grünen in Neustadt zukünftig kümmern. Dies in der Person von Waltraud Blarr, die ehrenamtliche Beigeordnete werden soll. Im Jamaika-Bündnis ist man sich einig, dass die Grünen für Grünes zuständig sein sollen. Grün ist schließlich eines der Ur-Themen der Grünen. Barbara Hornbach, die für den Posten der ehrenamtlichen Beigeordneten ebenfalls zeitweise im Gespräch war, will erst einmal Büroleiterin bei der Grünen-Wirtschaftsministerin Eveline Lemke in Mainz bleiben und abwarten. Hornbach soll Ambitionen haben, 2017 noch einmal Plakate mit ihrem Konterfei in ganz Neustadt aufzuhängen, um so Oberbürgermeisterin zu werden. Zeit für den Wahlkampf könnte sie dann eventuell haben. 2016 wird der Landtag neu gewählt und wie dann die Landesregierung aussehen wird, ist noch vollkommen offen. Falls es mit der Oberbürgermeisterin, wie schon bei der Kandidatur von Hornbach 2008, nichts wird, bleibt immerhin noch die Position des hauptamtlichen Beigeordneten. Die Amtszeit von Georg Krist von den Freien Wählern endet ebenso wie die von Oberbürgermeister Hans Georg Löffler 2017. Krist muss jetzt zwar nicht sein Amt, aber die Zuständigkeit für alles, was mit Grün zu tun hat, also Landwirtschaft und Umwelt, an die Grünen abgeben. Allgemeiner Konsens in der Dreier-Koalition ist, dass der hauptamtliche FWG-Beigeordnete mit Ordnungsabteilung und Tourismus nicht ausgelastet sei. Mit welchen neuen Aufgaben der FWG-Mann ausgelastet werden soll, ist offen. Das soll endgültig nach dem derzeitigen Urlaub von Oberbürgermeister Hans-Georg Löffler (CDU) geklärt werden. Wahrscheinlich wird Löffler etwas von seinen derzeitigen Zuständigkeiten an Krist abgeben. Soziales soll nach dem derzeitigen Stand der Verhandlungen jedenfalls nicht das neue Betätigungsfeld von Krist sein. Das wird wohl weiter zu dem Dezernat von Ingo Röthlingshöfer gehören. (Archivfotos: LM/Privat)

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