HANDBALL RHEINPFALZ Plus Artikel Denkwürdiges Resultat der Haßlocher Frauen

So haben die Haßlocherinnen ihren ersten Heimsieg gefeiert. So ähnlich dürften sie auch ihre 52 Tore in Bassenheim gefeiert habe
So haben die Haßlocherinnen ihren ersten Heimsieg gefeiert. So ähnlich dürften sie auch ihre 52 Tore in Bassenheim gefeiert haben.

Vor dem Pfalzderby am Freitagabend in der Pfalzhalle gelingt den Haßlocher Regionalliga-Handballerinnen ein ungewöhnliches Spielergebnis beim TV Bassenheim.

Im März 2008 besiegte der Handball-Sportverein Hamburg in der Bundesliga den Wilhelmshavener SV mit 44:17. 2005 hatte der THW Kiel für ein denkwürdiges Resultat im deutschen Handball gesorgt, hatte den SC Magdeburg mit 54:34 deklassiert. Und nun reihten sich die Regionalliga-Handballerinnen der TSG Haßloch in die Auflistung ungewöhnlicher Handball-Ergebnisse ein: Sie gewannen ihre Auswärtspartie beim Schlusslicht TV Bassenheim mit 52:22 (29:11). Das Spiel und das Ergebnis seien sehr motivierend für das Derby der TSG gegen die VTV Mundenheim, ist sich der Haßlocher Coach Benedikt Hettich sicher. Linksaußen Katharina Schmitt spricht im Nachhinein von einem Spektakel.

Jede Feldspielerin trifft

Außer dem Ergebnis ist noch etwas besonders: Jede Feldspielerin erzielte dabei mindestens ein Tor, Katharina Scheid und Lucie Krein trafen sogar jeweils neunmal. „Und unser Neuzugang Nina Kolundzic hat nicht eine Sekunde gespielt“, hebt der TSG-Trainer eine weitere Besonderheit hervor. Kolundzic war von 2015 bis 2017 serbische Nationaltorhüterin. Es sei abgesprochen gewesen, dass Selina Renner im Tor stehe, „aber sie hat sogar Spielzeit an Leonie Kripp abgegeben“. „Bassenheim war eine schwache Mannschaft“, urteilt er über den Auftritt des Gastgebers. Anfang Oktober bei der HSG DJK Marpingen-SC Alsweiler habe Bassenheim bereits 48 Gegentreffer kassiert. Die Mannschaft aus dem Landkreis Mayen-Koblenz werde vermutlich noch öfter so viele Tore in einem Spiel bekommen, vermutet der Haßlocher Coach. „Wir haben viele Leute geschont – wir hätten das Ergebnis noch deutlicher machen können.“ Haßloch habe sogar die ersten zwei Siebenmeter verworfen.

„Solche Spiele können auch eklig sein – Du kannst mit 20 Toren gewinnen und denkst, Du hast ein schlechtes Spiel gemacht.“ Doch es sei ein schönes Spiel gewesen. „Von uns“, ergänzt Hettich schmunzelnd. Die TSG habe immer versucht, ihre Angriffe schön auszuspielen. Wobei die einzelnen Angriffe nie lange gedauert hätten: „Es ging vor, und zack.“

28 Tore in ersten 30 Minuten

Nach der ersten Hälfte habe Haßloch mit 28 Toren geführt. „Wenn man das auf die gesamte Spielzeit hochrechnet“, überlegt Hettich, wie das Endresultat auch hätte lauten können.

Im Hinblick aufs nächste Heimspiel der TSG Haßloch macht er sich noch mehr Gedanken um Zahlen. „Ich bin gespannt – eine ungewohnte Zeit, eine ungewohnte Halle“, sagt er vor der Partie am Freitag, 19.30 Uhr, in der Pfalzhalle gegen die VTV Mundenheim. Der Pfälzer Handball-Verband gibt an, dass seine Pfalzhalle eine Kapazität von 1375 Sitz. sowie 150 Stehplätzen habe. Hettich: „Ich hoffe, dass viel los ist.“ Er sei gespannt, wie viele Zuschauer der Gegner Mundenheim mitbringe.

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