Neustadt Den Tourismus angekurbelt

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DEIDESHEIM. Franz–Josef Doll, der ehemalige Deidesheimer Kommunalbeamte, Tourismusexperte und Förderer des Brauchtums, ist am 1. Dezember 83-jährig gestorben, wie die Familie gestern bekanntgab.

Franz-Josef Doll begann als Verwaltungslehrling bei seiner Heimatstadt Deidesheim seine Berufslaufbahn, übernahm später als Beamter die Geschäftsleitung des Schulverbandes und die Hospitalverwaltung Deidesheim. Im Jahre 1971 erfolgte die Ernennung zum Standesbeamten für Deidesheim, Forst und Ellerstadt. Nach Bildung der Verbandsgemeinde übernahm Franz-Josef Doll die Abteilung Fremdenverkehr. Dolls großes Anliegen war, den Tourismus in der Verbandsgemeinde Deidesheim anzukurbeln. Er war mit der Verbandsgemeinde Deidesheim bereits bei der Internationalen Tourismusbörse in Berlin, bevor das Land Rheinland-Pfalz dort vertreten war. Die Mühen haben sich gelohnt. Zählte 1956 Deidesheim bei 18 Gästebetten rund 5000 Übernachtungen, waren es bei Dolls Pensionierung 1995 bereits 800 Betten mit über 100.000 Übernachtungen. Doll war Mitglied beim Verband Deutscher Kur- und Fremdenverkehrsleute und leitete den Touristischen Arbeitskreis Pfalz. Doll engagierte sich auch in seiner Freizeit in der Jugendarbeit. Über viele Jahre hinweg war er Jugendleiter der Katholischen Jugend in Deidesheim, Dekanatsjugendführer von Neustadt, Vertreter im Landesjugendring von Rheinland-Pfalz. Über drei Jahrzehnte war Doll Vorsitzender der Deidesheimer Trachten- und Volkstanzgruppe, arbeitete mit im Vorstand des Verbandes Rheinland-Pfalz. Dabei knüpfte er Kontakte für zahlreiche internationale Treffen, wobei das internationale Trachtentreffen mit 14 Nationen in Deidesheim einmalig war. Am Samstag, 5. Dezember, findet in der Deidesheimer Kirche St. Ulrich um 10.15 Uhr ein Sterbegottesdienst statt; es folgt die Beisetzung auf dem Friedhof in Deidesheim. (rr)

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