Neustadt Den Pfälzer Wein schon in Polen repräsentiert

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Zwei Monate sind seit Alisas Krönung zur Weinprinzessin der Verbandsgemeinde Deidesheim vergangen. Seit ihrem Amtsantritt sind die Wochenenden voller Termine. Besonders aufregend war im September die Fahrt zur polnischen Partnergemeinde Byczyna, oder das Mitfahren in eigener Kutsche beim Festumzug in Neustadt.

Natürlich waren auch das Niederkirchener Bierfest und die Teilnahme in einem Topolino-Oldtimer am Bockenheimer Weinfest lustig. Als nächster Höhepunkt steht am 11. November der Ball der Leininger Weingräfin auf dem Programm, zu dem sonst nur pfälzische Weinprinzessinnen geladen sind. „Das wird so richtig prunkvoll“, freut sich die junge Frau schon. Mittlerweile wird sie zu solchen Terminen von ihrer Ausbildungsstätte freigestellt. Ihr zwei Jahre älterer Bruder spielt für Alisa gerne Taxi. Zuvor habe er jedoch bemängelt, dass er seine Schwester nur noch in der Zeitung sehe. Zu einem Empfang für die 19-Jährige haben sich viele Niederkirchener im Weingut Bach-Frobin eingefunden. Alisa Weber stammt zwar nicht direkt aus einem Winzerbetrieb, doch besteht bereits mit den Großvätern, Bernd Weber und Georg Bach, zwischen den Familien eine innige Freundschaft. Die beiden halfen sich gegenseitig in ihren Weinbaubetrieben mit Maschinen und Ratschlägen aus, erzählt Enkel Marc Frobin. Bereits als Jugendliche half Alisa immer bei der Weinlese per Hand im Weingut Bach-Frobin mit. Das mache ihr, mit zünftiger Vesper und Mittagessen im Wingert, immer noch am meisten Spaß, gesteht sie. So war sie auch in diesem Jahr beim „Traubenschneiden“ ihres Lieblingsweins in der „Mäushöhle“ – der perfekten Lage für Terrassenriesling – mit dabei. Aber natürlich hat die junge Frau auch die anderen Arbeiten wie Flaschen-Abfüllen, Etikettieren und Rebschnitt erledigt. „Ich bin eben immer mit der Mama mitgegangen“, erklärt sie. Mittlerweile wirkt Alisa auch bei der Besprechung der Weinkarte mit. Die Arbeit als Sommelier sieht sie auch als ihr späteres Berufsziel. Das Weingut Bach-Frobin hat allzu gerne die Patenschaft, welche eine Voraussetzung zu Alisas Kandidatur war, übernommen. Zumal das ein lange gehegter Wunsch von Seniorchef Wolfgang Frobin war. Mit ihrer Bewerbung zur Weinprinzessin hat Alisa ihre Familie allerdings doch ziemlich überrascht, so die stolze Mama. Dass Alisa bis sechs Uhr morgens bei ihrer Ausbildungsstätte im Ketschauer Hof gearbeitet hat, lässt sich die junge Frau bei ihrem Empfang fünf Stunden später nicht anmerken. Völlig ungezwungen erzählt sie, was sie bis jetzt schon alles erlebt hat. „Mit Alisa hat die Verbandsgemeinde wieder eine hochqualifizierte Weinprinzessin“, versichert Verbandsbürgermeister Peter Lubenau. Auch Ortsbürgermeister Josef Seckinger freut sich, dass die neue Weinprinzessin wieder aus Niederkirchen kommt. Ihr Konterfei schmücke bereits die Ortseingänge der Gemeinde. „Genieße dieses Jahr und nehme viel für dich mit“, wünscht auch Martin Fußer vom Bauern- und Winzerverband. Mit seinen weinseligen Ständchen sorgte der Männergesangverein für den musikalischen Rahmen. |vnl

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