Neustadt Deidesheimer Grundschüler seit 2010 an der Spitze

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NEUSTADT. Dass der Sportbund Pfalz im Jahr 2013 das fünftbeste Sportabzeichen-Ergebnis seit 1950 verkünden konnte, hatte er vor allem auch den Schulen zu verdanken. Was 2014 allerdings nicht der Fall war. Zumindest in Neustadt und im Kreis Bad Dürkheim, wo man rote Zahlen schrieb.

Krösus bei der Grundschulen sind weiterhin die Deidesheimer Jungen und Mädchen, die zwar gegenüber dem Vorjahr ein kleines Minus (10) einstecken mussten, jedoch mit 158 Abnahmen der Konkurrenz erneut davongelaufen sind. Sehr zur Freude von Rektor Bernhard Oberhettinger, der kürzlich in den Ruhestand gegangen ist und dem die Jungen und Mädchen somit ein tolles Abschiedsgeschenk überreicht haben. Dass man pfalzweit in der Kategorie 151 bis 300 Schüler den ersten Platz belegte, ist für die Deidesheimer Grundschüler nichts Neues. Schließlich haben sie diese Position seit dem Jahr 2010 inne. Übrigens: Im vergangenen Jahr machten über 85 Prozent das Sportabzeichen. „Das ist kein Hexenwerk, man muss nur einfach dran bleiben“, kommentierte Bernhard Oberhettinger das tolle Ergebnis. Er findet es gut, dass in den vier verlangten Disziplinen genug Alternativmöglichkeiten bestehen, so dass fast jeder Schüler sein „kleines Olympia“ schaffen kann. Aufhorchen ließ die Grundschule Meckenheim (bis 150 Schüler), die sich mit 64 Abnahmen (plus 15) weiter nach oben verbesserte. Ansonsten legten nur noch die Gimmeldinger Schüler in Sachen Sportabzeichen zu. Ganz düster sieht es dagegen bei den weiterführenden Schulen der Region aus. Zwar hielten wenigstens zwei Neustadter Gymnasien das „Fähnlein“ hoch, jedoch mit deutlichen Verlusten. So stürzte das Käthe-Kollwitz-Gymnasium von 405 auf 118 Sportabzeichen ab. Und auch das Neustadter Kurfürst-Ruprecht-Gymnasium musste sich mit insgesamt 152 Abnahmen (zuletzt waren es 219) begnügen. „Dass es so wenig sind, überrascht mich doch“, meinte Thorsten Preuß, Studiendirektor am Käthe-Kollwitz-Gymnasium. Er wolle nichts schönreden, doch die Verkürzung des wöchentlichen Sportunterrichts von drei auf zwei Schulstunden habe sicherlich zu diesem Ergebnis beigetragen, meinte der Lehrer. Noch heftiger getroffen hat es das Haßlocher Hannah-Arendt-Gymnasium, das 2013 ein Ergebnis von 522 Abnahmen gemeldet hatte, diesmal jedoch völlig leer ausging. Dass es auch etwas Positives zu berichten gibt, dafür sorgte die Integrierte Gesamtschule Deidesheim/Wachenheim, die mit 138 Abnahmen das Ergebnis aus dem Jahr 2013 um 57 Prozent steigerte. (hl/Grafik: Dostal)

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