Neustadt „Deidesheim ist eben das Nonplusultra“

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Die Deidesheimer Weinkerwe übertraf wieder alle Erwartungen. Der Höhepunkt war der Samstagabend: Auf dem Stadtplatz, am Weinkabinett mit der Bühne gab es beim Auftritt der Gitarrenhelden kein Durchkommen mehr. Die Livemusik von Bands und Solisten war erneut der Schlüssel zum Erfolg. Aber es gab auch ruhige Kerweplätze.

Mit ihren unverwechselbaren Hits aus den vergangenen Jahrzehnten ließen die Jungs der Band „Gitarrenhelden“ am Samstag kaum einen Wunsch unerfüllt. So gab es in Richtung Bühne kaum ein Durchkommen. Selbst am Geißbockbrunnen war gegen 23 Uhr alles dicht. „Deidesheim ist eben das Nonplusultra“, meinte Franz Hemmer. Aus Hemsbach war der 39-Jährige mit Freunden gekommen. Gemütlicher ging es im Hausgarten des Weingutes Julius Ferdinand Kimich in der Weinstraße zu. Umgeben von mediterranen Pflanzen gilt der Ort als Rückzug vom hektischen Treiben entlang der Woigass in der Bahnhofstraße und dem Stadtplatz. „Wir haben schon unser treues Publikum“, sagt Franz Arnold. Allerdings ist der Hausgarten nicht an allen Kerwetagen geöffnet. „Zum einen müssen wir die Bestuhlung von unserem Hof übernehmen, andererseits schaffen wir es personell nicht, Hausgarten und den Hof gemeinsam zu bewirten“, erklärt Arnold. Am Samstagabend wurde deshalb im Hof getanzt. Hausmusiker Heinz Muntz überraschte mit einigen Hits. Ganz neue Wege geht das Weingut Reichsrat von Buhl. Dort hat man sich nach der Rückkehr ins Kerwegeschehen ganz von der Livemusik verabschiedet. Beats vom Plattenteller präsentierten die DJs „Weinbeat“ von der Terrasse des Herrschaftshauses. Im Garten hatte man Strandstühle aufgestellt, wo Jung und Alt Lounge-Atmosphäre genießen konnten. „Einfach zum Wohlfühlen“, sagt Geschäftsführer Richard Grosche. Das Konzept stand unter dem Motto „Beats, Buhl, Burger“. Grosche: „Wir wollen einen Klangteppich über den ganzen Abend, aber so, dass sich die Menschen bei gutem Wein und Essen auch unterhalten können.“ Die Verkehrssituation spitzte sich schon am frühen Abend innerhalb der Weinbaugemeinde derart zu, dass keine Parkflächen mehr frei waren. Auch die Mitarbeiter des Ordnungsamtes hatten viel zu tun. Eine Reihe von Pkw musste aus Sicherheitsgründen abgeschleppt werden. Laut Polizei verlief die Kerwe ruhig. Sachbeschädigungen „vermutlich im Rahmen der Weinkerwe“ gab es aber in der Nacht von Freitag auf Samstag zwischen 23.30 und 2.23 Uhr: An einem Anwesen in der „Schloßwiese“ wurde eine Sandsteinmauer „eventuell durch Fußtritte“, beschädigt. Fünf Steine brachen aus dem Mörtel. Den Schaden schätzt die Polizei auf etwa 100 Euro. Am Samstag gegen 0 Uhr, warf ein Unbekannter einen Sandstein gegen einen Gartenzaun im Finkenweg. Schaden: zirka 100 Euro. Die Polizeiinspektion Haßloch nimmt Zeugenhinweise entgegen: Telefon 06324/9330, Fax 06324/933120. Auch heute steht bei der Weinkerwe wieder Livemusik auf dem Programm. Auf dem Stadtplatz rund um das Weinkabinett gastiert ab 20 Uhr die pfälzische Band Grabowski. Im Hof des Weingutes von Winning heißt es ab 19 Uhr „Krüger Rockt“. Den Abschluss bildet am Dienstag der feierliche Abbau des Kerwebaumes (19.30 Uhr) mit den Kerwebuben auf dem Marktplatz. Mit dabei: die Kolpingkapelle Deidesheim und der MGV Liederkranz. Im Anschluss findet der von der Kolpingfamilie und der Stadt ausgerichtete Heimatabend im Weingut von Winning statt. Höhepunkt ist wieder die Versteigerung der Kerwebaumspitze. (wij/sab)

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