Neustadt Deidesheim: Absagen erst seit Donnerstag bekannt

Deidesheim. Stefan Wemhoener, Geschäftsführer der Tourist Service GmbH Deidesheim, stellte gestern auf Nachfrage der RHEINPFALZ klar, dass die Absage der beiden Deidesheimer Veranstaltungen des Unternehmens „Salten Theater Promotion“ am 4. März und am 15. April, über die wir in unserer Samstagsausgabe berichtet hatten, ihm und seinen Mitarbeitern erst am 25. Februar um 12.33 Uhr von dem Konzertveranstalter per Mail bekannt gegeben worden sei.
An die Presse war die Mitteilung dann am 26. Februar um 16.07 Uhr weitergeleitet worden. Der vorläufige Insolvenzverwalter Mario Nöll (Heidelberg) hatte am Freitag auf Nachfrage erklärt, dass die beiden Konzerte in der Deidesheimer Stadthalle noch von der Anfang Februar verstorbenen Unternehmerin Lilo Salten selbst abgesagt worden seien. Wie Wemhoener weiter mitteilte, habe er bereits gleich nach dem Tod Lilo Saltens versucht, Näheres über die Zukunft der beiden Konzerte, die Teil der städtischen Aboreihe sind, zu erfahren, allerdings sei das Büro der Salten-Gastspiele nie besetzt gewesen. Das Arrangement zwischen der Stadt Deidesheim und den Salten-Gastspielen sah vor, dass Salten das unternehmerische Risiko für die Veranstaltungen trug und die Stadt diese dafür in ihre Kulturreihe aufnahm sowie Werbung und Vorverkauf organisierte. Für die Miete der Stadthalle erhielt die Stadt eine prozentuale Beteiligung an den Einnahmen. In dieser Saison lagen drei von sieben Veranstaltungen der Deidesheimer Kulturreihe in der Verantwortung der „Salten Theater Promotion“. Wie es nach dem voraussichtlichen Ende dieser Zusammenarbeit nun mit dem Deidesheimer Kulturprogramm weitergeht, darüber werde am 15. März das Theaterkuratorium der Stadt beraten, dem Mitglieder der Stadtratsfraktionen sowie Kulturschaffende aus Deidesheim angehörten, so Wemhoener. Die Gefahr, dass es künftig gar keine städtische Aboreihe mehr geben könnte, bestehe aber auf keinen Fall. (hpö)