Neustadt Das Wasser sprudelt wieder

Läuft wieder: das Wasser am Brunnen in der Elmsteiner Bahnhofstraße.
Läuft wieder: das Wasser am Brunnen in der Elmsteiner Bahnhofstraße.

Schon seit einiger Zeit hatte Konrad Leising, der für die Soziale Wählergemeinschaft (SWG) im Elmsteiner Gemeinderat ist, darauf hingewiesen, dass aus den drei Brunnen im Elmsteiner Ortszentrum kein Wasser mehr läuft. Nun haben Bürgermeister Stefan Herter (SWG) und Leising dafür gesorgt, dass das Wasser wieder fließt, bisher allerdings noch etwas spärlich. Das soll sich aber noch ändern, kündigt Herter an. Leising habe das Thema immer wieder angesprochen, „irgendwann habe ich dann gesagt, wir machen das“, berichtet Herter. Er arbeitet als Wassermeister und Rohrnetzmeister bei den Stadtwerken Lambrecht, kennt sich mit Wasserleitungen und Brunnen also aus. Allerdings habe er den Aufwand unterschätzt, der erforderlich war, um den Brunnen an der katholischen Kirche, den Brunnen an der Schule und den Dorfbrunnen an der ehemaligen Gaststätte „Zum Dorfbrunnen“ wieder zum Laufen zu bringen. Alle drei Brunnen werden von der gleichen Quelle gespeist, berichtet Herter. Einen Namen habe die Quelle nicht, aber sie „ist sehr ergiebig, auch das Wasser für das frühere Schwimmbad in der Schule kam von dieser Quelle“, so Herter. Allerdings hatte sich das Wasser der Quelle im Lauf der Jahre teilweise einen anderen Weg gesucht, so dass es nicht mehr in ausreichender Menge an den Brunnen ankam. „Wir haben zwei Stellen abgedichtet, so dass das Wasser jetzt wieder in Richtung der Brunnen läuft“, berichtet Herter. Außerdem sei für den Auslauf am Brunnen an der Schule ein neues Loch gebohrt worden, so dass der Auslauf jetzt etwa 20 Zentimeter tiefer ist als bisher. Auch haben Leising und Herter die sehr alten und deshalb maroden Rohrleitungen zu den Brunnen durch neue Leitungen ersetzt. Jetzt fließt an allen drei Brunnen wieder Wasser, aber zufrieden ist Herter mit dem Ergebnis noch nicht. Zwar sei die Quellschüttung aufgrund der Trockenheit in diesem Jahr sicher nicht optimal, doch sei das nicht der einzige Grund, weshalb das klare Nass noch etwas schwach ist. Irgendwo müsse es noch einen Schaden an den Leitungen geben, sagt Herter. Den wollen er und Leising, der bis zu seiner Rente Gemeindearbeiter war, noch suchen. So werden noch einige Stunden ehrenamtlicher Arbeit zu den 40 Stunden kommen, die Herter und Leising schon investiert haben. Der Dorfbrunnen ist in der Denkmalliste des Landes als Einzeldenkmal ausgewiesen. Der Brunnen stammt aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, hat zwei Becken und einen klassizistischen Brunnenstock.

x