Neustadt Das Puzzle der Trainer

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Neustadt/Hassloch. Der letzte Titelkampf der Leichtathleten auf Pfalzebene in der Freiluftsaison 2015 fand in Kandel statt. Bei den Mannschaftsmehrkampf-Meisterschaften (DMM), deren Ergebnisse am Jahresende in einer deutschlandweiten Rangliste erfasst werden, überzeugten die Teams von LG Neustadt, LC Haßloch, TSG Haßloch sowie TV Gimmeldingen.

Bei den DMM gibt es verschiedene Startgruppen. Je nach Anzahl der Athleten suchen die Vereine aus, welche Disziplinen belegt werden. Jeder Athlet darf maximal in drei Einzeldisziplinen plus Staffel starten. So ist es ein beliebtes Puzzle für die Trainer, ihre Spezialisten optimal zu platzieren. Super gelöst haben das die beiden Teamchefs der LG Neustadt, Christian Müller und Helmut Geiger. In der Altersklasse (AK) U20 dominierten die Jungs der LG Neustadt die Gruppe eins, in der es mit Sprint, Hochsprung, Weitsprung, Speerwurf, Kugelstoßen, Hürdensprint sowie 800-Meter-Lauf sieben Disziplinen abzudecken galt. Für die 4x100-Meter-Staffel wurden sogar acht LG-Athleten und somit zwei Staffeln aufgeboten. Insgesamt können je drei Athleten eines Vereins in einer Disziplin starten, die beiden Besten kommen in die Wertung. Auch hier belegte die LG Neustadt alle Startplätze. Spannend dann der Dreikampf der Gimmeldinger, Neustadter und Haßlocher in den einzelnen Disziplinen: Im Hochsprung überzeugte Marvin Kastl (TV Gimmeldingen) mit 1,88 Metern. Damit blieb er nur zwei Zentimeter unter seiner Bestleistung. Doch die Überraschung war hier Langsprinter Roy Heilmann (LG Neustadt). Der 19-jährige 400-Meter-Spezialist überquerte 1,80 Meter und ließ auch den erfahrenen Hochspringer Raphael Tremmel (LC Haßloch) mit 1,72 Metern hinter sich. Mit weiteren Spitzenwerten, wie 6,20 Meter im Weitsprung von Heilmann, 55,66 Meter im Speerwurf von Moritz Hoffmann sowie 17,73 Sekunden über 110 Meter Hürden und 11,70 Sekunden über 100 Meter von Niklas Brombacher, holten die Neustadter wichtige Punkte. Die Haßlocher hatten mit einem jungen Team, in dem mehrere U18-Athleten am Start waren, letztlich keine Chance. Auch beim TV Gimmeldingen wurden überwiegend U18-Starter eingesetzt. Nur Nick Michelsen kam aus der Altersklasse U20. Die beste Leistung im nationalen Vergleich zeigte Kastl über die Hürden: Obwohl als U18-Starter normalerweise mit kleineren Hürden vertraut, holte er mit 15,26 Sekunden fast die Norm für die deutschen Meisterschaften der U20, die bei 15,20 Sekunden liegt, wie Trainer Lothar Spilke informierte. Auch Jakob Maurer (U18) von der LG Neustadt kam gut mit dem 800-Gramm-Speer zurecht und erzielte 42,23 Meter, teilte Pressesprecher Yannick Geiger mit. Die beiden Mädchenteams der LG Neustadt belegten in der U18 Rang drei, in der U16 Platz zwei. Hier zeigten Julia und Nele Gauweiler im Hochsprung über 1,46 Meter die besten Leistungen. Lilli Ulrich (U18) steigerte sich im Speerwurf auf 29,65 Meter, „obwohl sie noch die Nachwirkungen des Siebenkampfes vor einer Woche spürte“, so Geiger. Der LC Haßloch brachte auch ein Team bei den Männern an den Start, das gegen ein Pfalzteam mit starken Sportlern aus pfälzischen Vereinen zwar mit einem Rückstand von 1200 Punkten zwar ohne Chance war, aber viel Spaß bei teils völlig disziplinfremden Wettkämpfen hatte. So war Langstreckler Marius Meyfarth im Hochsprung am Start und überquerte 1,44 Meter. Auch als Kugelstoßer blieb er mit 8,24 Metern nur einen Zentimeter hinter LC-Trainer Holger Geiger. Mit Meyfarth als 100-Meter-Sprinter erzielte auch die LCH-Staffel in 45,61 Sekunden eine starke Zeit. Drei Vereinsrekorde meldete Kurt Büttler (TSG Haßloch) mit den U14-Jungs. So fielen mit 4804 Punkten, 41,40 Sekunden mit der 4x75-Meter-Staffel und 55 Metern im Ballwurf von Bastian Friedrich drei bisherige TSG-Bestmarken. (kle)

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