Neustadt Das Picken ist Familientradition

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Geschätzt bis zu 150 Männer und Frauen, Jugendliche und Kinder aus der Verbandsgemeinde Lambrecht waren gestern früh auf dem Pickplatz zum traditionellen Lambrechter Eierpicken angetreten. In einer Rekordzeit von knapp 40 Minuten verpickten sie 2500 von 3000 angebotenen gelben Ostereiern.

Pickkönige mit den meisten an den beiden Polen geknickten und somit erbeuteten Ostereiern sind Luca Bartl und Vizepickkönig Dieter Zittel (in der Erwachsenenklasse) und in der Juniorenklasse (bis 13 Jahre) Julia Roth und als Zweite Lara Kubatta. Die Mannschaft Stenglein-Hilgert erkämpfte sich den ersten Platz im Mannschaftswettbewerb. Die Einzel- und Mannschaftspicker waren auch diesmal wieder mehrheitlich aus Lambrechter „Eierpickdynastien“. Die Familien vererben Technik und Lust am Eierpicken weiter oder trainieren ihre Nachkommen für den traditionell am Ostermontag stattfindenden Wettkampf. Dazu gehört die frühere mehrfache Pickkönigin Sabrina Speiger-Stenglein, die mit ihren Nichten Cassandra und Leonie antrat. Die beiden mit zweieinhalb und fünf Monate Jüngsten Picker gaben gestern im Kinderwagen ihr Debüt. Der zwölfjährige Dustin und die neunjährige Mira picken bereits in der Mannschaft Speiger-Hilgert. Dass Gelb die Pickeierfarbe 2016 war und die Farbe der Trainingsostereier von Wilfried Denig, mit denen er, wie am 26. März berichtet, für den Wettkampf geübt hatte, war wirklich nur ein Zufallstreffer, versicherte er auf dem Pickplatz. Er habe Sonnengelb ausgewählt, weil die Farbe so gut zu seinem Pulli gepasst habe. Abgesehen von den Schlachtrufen „Spitz“ und „A...“ (gemeint ist die rundliche Seite des Eis), die bis in die Stadtmitte zu hören waren, war das Eierpicken wie jährlich ein Ostervergnügen besonderer Art. Allerdings wurde die Begleitmusik, zumindest die aus der Dose, vermisst. Aber Trophäen gab`s wie immer. Nach gutem Brauch wurden die Wettkampfsieger geehrt vom Verkehrsverein und der Stadt, die das Eierpicken ausrichten. Sie wurden mit Pokalen und Urkunden ausgezeichnet, die von der Geschäftswelt, aus Bürgerkreisen, von Stadt und Verkehrsverein gestiftet worden waren. Die gestern übrig gebliebenen, nicht verkauften Ostereier bekommen die Helfer vom Verkehrsverein, die sich vor und hinter den Kulissen für den Brauch einsetzten, und die Tagesstätte Lichtblick in Neustadt. (awk)

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