Neustadt Das Personal wird knapp

In der Landwehrstraße hat die Stadt ein Haus erworben. Indes wird es dauern, bis es zum Beispiel von der Jugend genutzt werden k
In der Landwehrstraße hat die Stadt ein Haus erworben. Indes wird es dauern, bis es zum Beispiel von der Jugend genutzt werden könnte.

Rund 50 Prozent der städtischen Ausgaben fließen in die Bereiche Jugend und Soziales. Da Bund und Land viele Aufgaben auf die Kommunen übertragen hätten, werde es immer schwieriger, diese mit dem vorhandenen Personal abzuwickeln, so Sozialdezernent Ingo Röthlingshöfer bei der Beratung der beiden Teilhaushalte 2018 in einer gemeinsamen Sitzung des Jugendhilfeausschusses und des Ausschusses für Soziales und Senioren am Dienstagabend.

Marion Walz, Fachbereichsleiterin Jugend, Familie und Soziales, stellte die Teilhaushalte vor. Demnach wird im Bereich Soziales mit einem Defizit von rund 20 Millionen Euro geplant. Die meisten Kosten bedingen die Eingliederungshilfe für Behinderte mit 35 Prozent, der Bereich Asyl (23 Prozent) sowie die Alten- und Pflegehilfe (neun Prozent). Da aktuell weniger Flüchtlinge zugewiesen würden als erwartet, hätten zwei Gemeinschaftsunterkünfte stillgelegt werden können. Damit gäbe es eine Reserve von 100 Betten. Auf etwa 22 Millionen Euro beläuft sich Walz zufolge der Fehlbetrag im Bereich Jugendhilfe. Größte Posten seien mit 48 Prozent die Kindertagesstätten, gefolgt von Hilfen zur Erziehung (35 Prozent), der Jugend- und Sozialarbeit (sechs Prozent) sowie Sonstigem (elf Prozent), darunter die Ausgaben für die Betreuenden Grundschulen. Für das nächste Jahr kündigte Sozialdezernent Röthlingshöfer einen Aktionsplan für Senioren an. Deren Anzahl werde noch erheblich zunehmen, da nun die geburtenstarken Jahrgänge ins fortgeschrittene Alter kämen. Bei der Jugendhilfe müsse man abwarten, ob es bundesweit zu einem Rechtsanspruch für die Nachmittagsbetreuung von Grundschülern komme und dies dann in die zukünftige Planung einfließen lassen. Daneben beschäftigten sich die Ausschüsse mit Obdachlosigkeit und Wohnungsmangel. Dazu wird im nächsten Jahr eine Arbeitsgruppe eingerichtet. Obdachlosigkeit sei nicht allein mit einer Wohnung abgeholfen, betonte der Sozialdezernent. In den meisten Fällen müsse es außerdem ein begleitendes soziales Programm für die Betroffenen geben. In der Sitzung verabschiedet wurde das langjährige Mitglied im Jugendhilfeausschuss, Roswitha Oswald-Mutschler (SPD). Sie hat das Amt aus zeitlichen Gründen abgegeben. Die Arbeit sei angenehm und eine Bereicherung gewesen, betonte sie.

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