Neustadt „Das Miteinander ist wichtig“

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In ihrem Büro im katholischen Pfarramt in Haßloch sind noch immer viele Bilder, Figuren, Notizen und vor allem Bücher zu sehen. Teils gehören sie Ulrike Schwartz selbst, teils der Pfarrei Heilige Klara von Assisi: „Meine restlichen Sachen muss ich erst einmal noch zusammenpacken“, erklärt Schwartz, die am kommenden Sonntag ab 9 Uhr im Gottesdienst in St. Gallus verabschiedet wird. Ab August wechselt Schwartz nach 17 Jahren Dienst in Haßloch und fast sechs davon auch in Böhl und Iggelheim auf eigenen Wunsch in die Nachbarpfarrei „Heiliger Michael“ Deidesheim. Ihre Stelle wird nicht nachbesetzt, die Aufgaben übernehmen künftig die beiden Pfarrer und der Diakon der Gemeinde mit. Das Büro zu räumen, muss trotzdem noch ein paar Tage warten: Schließlich hat die 47-jährige Gemeindereferentin Tag für Tag mit Menschen zu tun, so dass sie sich bis zur letzten Minute kümmern und „die vielen fruchtbaren Gespräche genießen“ will, wie sie auch in ihrem letzten Beitrag im Gemeindebrief betont. Insbesondere bei der Erstkommunion war die gebürtige Westpfälzerin eingesetzt, außerdem im großen Feld der Kinder- und Jugendarbeit. „Das Miteinander und wie wir Kirche in der Begegnung gestalten, ist mir wichtig.“ Geboren und aufgewachsen in Hermersberg, wechselt Schwartz als Schülerin ans Leibniz-Gymnasium Pirmasens und macht dort ihr Abitur. Mit 15 Jahren begibt sie sich auf eine Gemeindemission und lernt bei der der römisch-katholischen Ordensgemeinschaft der Redemptoristen, wie sie selbst Jugendarbeit mitgestalten kann – für Schwartz der Moment, „als in mir der Wunsch aufkam, dass ich das weitermachen möchte“. An der katholischen Hochschule Mainz studiert die junge Katholikin praktische Theologie- und Religionspädagogik, bevor das Anerkennungsjahr sie in „ihre“ erste Gemeinde nach Kaiserslautern führt, dann nach Otterbach/Katzweiler. Aber auch eine berufliche Ausbildung zur Bürokauffrau absolviert Schwartz. Gemeinsam mit Ehemann Christian, ebenfalls Gemeindereferent und im Schuldienst tätig, gelingt es 1999, zwei geeignete Stellen zu finden – samt Umzug nach Haßloch. Neben der Kinder- und Jugendarbeit hat sich die Gemeindereferentin seither – auch in der Pfarreiengemeinschaft mit Böhl-Iggelheim – für regelmäßige Krankenbesuche stark gemacht, die Frauengemeinschaft unterstützt, Schul- und Familiengottesdienste und die Messdienerarbeit gestaltet, „oder verschiedene Angebote, wo’s halt gerade mal brennt“. Die Jahreskrippe und Erzählungen für Kinder mit gesichtslosen Egli-Figuren, initiiert von ihrem Vorgänger, fand Schwartz immer interessant und setzte die Figuren auch im Kinderwortgottesdienst ein. Einige persönliche Worte möchte sie am Sonntag an die Besucher ihres Abschiedsgottesdienstes richten. Auf die neue Aufgabe ist Schwartz schon gespannt, wird aber weiterhin mit ihrem Mann in Haßloch wohnen: Siebzehn Jahre seien allerdings „eine lange Zeit“, und darum lasse sie sich jetzt erneut auf einen Wechsel in ihrem Wirken ein. Termin Abschiedsgottesdienst am Sonntag, 17. Juli, 9 Uhr, in St. Gallus, Haßloch: Zum Gottesdienst mit Verabschiedung von Ulrike Schwartz und der anschließenden Begegnung im Pfarrzentrum sind alle Gemeindemitglieder eingeladen.

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