Neustadt Das letzte Spiel in Liga acht?

«Neustadt.» In der Fußball-Bezirksliga Vorderpfalz wird am morgigen Samstag der letzte Spieltag der Saison 2016/17 angepfiffen. Sämtliche Partien beginnen um 16 Uhr.
Nach sechs sieglosen Begegnungen in Serie will der 1. FC 08 Haßloch die Spielzeit mit einem Erfolgserlebnis beschließen. Die Elf aus dem Großdorf kann den dritten Tabellenplatz nicht mehr erreichen. Es gilt allein, Platz vier zu zementieren. Die Bedingungen sind günstig, denn Gast an der Adam-Steigerwald-Straße ist der VfR Frankenthal. Das Schlusslicht hat in seinen bisherigen 31 Partien sechs Punkte erspielt und 21 Tore erzielt, aber 118 Gegentreffer kassiert. Auch im Vorgriff auf die kommende Saison wird FC-Trainer Christian Lederle einige A-Junioren einbauen. „Wir werden eine hungrige Mannschaft auf den Rasen schicken“, sagt er. Christian Rebres beendet seine Laufbahn, er wird verabschiedet. Für die Runde 2017/18 werden sich Elias Kessler (A-Junioren JFV Ganerb), Furkan Gül (A-Junioren Ludwigshafener SC) und Torwart Sebastian Kaiser (TuS Hördt) dem FC 08 anschließen. Beendet sind die Transferaktivitäten damit noch nicht. Will der VfL Neustadt ein „Nachspiel“ um den drittletzten Platz gegen die TSG Deidesheim aus eigener Kraft verhindern, benötigt er aus dem Duell mit dem VfB Haßloch wenigstens einen Punkt. „Ich sehe das realistisch und gehe im Moment davon aus, dass wir dennoch in der kommenden Saison in der A-Klasse spielen“, sagt Micky Doll, neben Rudolf Benkler der Trainer des VfL: „Aber, wir wollen ein Entscheidungsspiel gegen Deidesheim vermeiden und unsere Minichance auf den Klassenerhalt wahren.“ Weitere Personalien für die kommende Saison mochte Doll noch nicht verkünden, eines aber sei klar: „Die Mannschaft wird ein komplett neues Gesicht bekommen.“ Gast VfB Haßloch hat mit dem 2:1 gegen Südwest Ludwigshafen nach drei Schlappen wieder gepunktet und Rang sechs zurückerobert. Besser kann sich die Elf von Trainer Frank Lieberknecht in dieser Saison nicht mehr platzieren, und sie muss achtgeben: Der FC Lustadt und Südwest Ludwigshafen können sie noch ein- und überholen. Sorgen macht Lieberknecht sich nicht. Seine Elf habe gegen Südwest „tolle Moral bewiesen“, im Training sei die Lust auf Fußball deutlich zu spüren gewesen. Zusätzlich motivierend: Schon jetzt hat der VfB drei Punkte mehr verbucht als in der Vorsaison, er kann am Wochenende die 50-Zähler-Marke knacken. Gegen zwei potenzielle Absteiger (Seebach und Deidesheim) haben die Gelb-Schwarzen unlängst verloren. „Ein drittes Mal soll nicht vorkommen“, sagt Lieberknecht. Kevin Klein (Fieber) und André Grässer (Muskelblessur) werden auf Haßlocher Seite wohl fehlen. Seitens der TSG Deidesheim ist die Liste der Ausfälle länger. Zu den Dauerpatienten gesellen sich für die Partie bei Rot-Weiss Seebach der gesperrte Nicolas Deimel, Marvin Ehrenpreis (Zerrung oder Faserriss), Robin Wageck (Polizeidienst) und wohl auch Mario Seckinger (dicker Knöchel). Dafür sind Christoph Fuecks und Tim Storck wieder an Deck. „Ich will nicht allzu sehr jammern“, sagt Markus Humbert vor seinem vorerst letzten Spiel als Trainer der TSG. Eine mögliche Entscheidungspartie gegen den VfL Neustadt am nächste Dienstag (19.30 Uhr) auf dem Gelände des VfB Haßloch müsse jeden seiner Spieler motivieren. Sechs Siege gelangen der TSG in dieser Runde bisher. Zuletzt gab es drei Niederlagen. „Es zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison“, sagt Humbert: „Wir spielen 40 Minuten gut mit, dann kassieren wir nach einem individuellen Fehler ein Tor.“ Morgen auch?