Neustadt „Das ist ja fast wie in einem Fitnessstudio“

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Die Besucher, ob Jung oder Alt, kamen aus dem Staunen nicht heraus: Nur einen Tag nach der feierlichen Übergabe der neuen Alla-Hopp-Anlage auf dem ehemaligen Sportgelände in Deidesheim neben der Integrierten Gesamtschule von Mäzen Dietmar Hopp stand der Tag der Vereine auf dem Programm. Zahlreich waren die Besucher gekommen, um die Anlage zu bewundern. An fast allen Mitmachstationen unterstützen Vereine die Gäste und warben zugleich für die vielen Sportangebote in der Verbandsgemeinde.

Da kam die Bewegung nicht zu kurz. Genau das will Mäzen Dietmar Hopp mit seinem Engagement bewirken: einen Bewegungsparcours für alle. Auf der Balancestrecke „Trimmy“ galt es, das Gleichgewicht beim Laufen auf an Ketten befestigten Holzstämmen zu halten. „Das ist gar nicht so einfach“, meinte Friedrich Uppenthal. Der 53 Jahre alte Pädagoge zeigte sich tief beeindruckt von dem neuen Angebot. Dazu zählte die schwebende Plattform, wo koordinative Fähigkeiten in Sachen Standsicherheit erprobt und trainiert werden können. „Opa, schau mal, wie ich rudern kann“, freute sich der neunjährige Lars, der gerade einen Platz auf dem festinstallierten Rudergerät gefunden hatte. „Das ist ja schon fast wie in einem Fitnessstudio“, meinte Anja Helbig. Ein Rückentrainer, ein Stepper, Schwinger und Walker bis hin zu einem „Power Rush“ gehören zu diesem Parcours. Die Stärkung aller Muskelgruppen stand bei der Konzeption der Geräte im Mittelpunkt, deren Betreuung am Tag der Vereine das Team um Renate Ehlen von der TSG Deidesheim übernommen hatte. Auch der Tennisclub um seinen Ehrenvorsitzenden Ernst Reinhardt war mit von der Partie, ebenso die Feuerwehr und das Jugendrotkreuz. Hoch im Kurs stand bei den Kleinen der neue Klangbogen, wo man Klänge nach dem Aufschlagen auf verschiedene hängende Hölzer wahrnehmen kann. Ein Projekt, das mit Unterstützung des „Hauses der kleinen Forscher“ installiert worden ist. Der benachbarte katholische Kindergarten St. Hildegard ist bekanntlich 2013 als „Haus der kleinen Forscher“ anerkannt worden und kann auf der Alla-Hopp-Anlage dieses Angebot zusätzlich nutzen. Besonders beliebt bei den Jugendlichen ist der von Weinbergreben umgebene Hügel: Die jungen Menschen scheinen dort einen Treffpunkt gefunden zu haben. Ganz oben ziert eine Buntsandsteinmauer den Hügel – dort können die Kleinsten einsteigen. Zugleich sorgen Informationstafeln für ein Stück Geschichte: Der Buntsandstein, Pflanzen und die Tierwelt werden näher beschrieben. Auch die räumliche Aufteilung in vier Module fand bei den Besuchern großen Zuspruch. Einerseits der Bewegungsparcours für jedermann mit Geräten, die für Beweglichkeit, Koordination, Ausdauer und Kraft sorgen sollen, andererseits der Kinderspielplatz für die Kleinsten mit Möglichkeiten der Sinneswahrnehmung sowie der Spiel- und Bewegungsplatz für Schulkinder mit einem Raum für kreatives Spiel. Dazu zählt auch der Treffpunkt für Jugendliche. „Das verdient höchste Anerkennung, was Herr Hopp uns da zur Verfügung gestellt hat“, waren sich viele Besucher einig. Die Anlage ist in dieser Form einzigartig und bisher erst die dritte von 18, die ihrer Bestimmung übergeben worden ist. „Unser Wunsch ist, dass dieses Projekt in einigen Jahren noch genauso wahrgenommen wird wie heute“, sagt Franz Müller. (wij)

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