Neustadt „Das ist eine schnelle Strecke“

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Hassloch. Der 43. Nikolauslauf in Haßloch hatte mit dem Start an der Pferderennbahn und einem neuen Streckenverlauf eine leicht holprige Premiere. Es erfordert noch leichte organisatorische Kosmetik, wenn es 2017 eine Wiederholung an gleicher Stelle geben soll. Über sieben Kilometer gewann Issac Kibrom (LG Kurpfalz) vor Marius Meyfarth (LC Haßloch). Im Halbmarathon siegte Matthias Wagner (Pirmasens). Erste bei den Frauen über 21 Kilometer wurde Eva Katz (Speyer).

Mit 272 Teilnehmern beim Halbmarathon, 360 Startern über sieben Kilometer und 54 jungen Läufern in den beiden Schülerläufen zeigte sich der Vorsitzende des LC Haßloch, Joachim Tremmel, erfreut. „Aus organisatorischen Gründen mussten wir allerdings den Start des Laufs über 7000 Meter noch um 15 Minuten verschieben“, bat er um Verständnis, bevor der erste Startschuss fiel. Das Programm der vier Rennen, mit Schülerlauf über 800 Meter, Jugendlauf über 2800 Meter und Halbmarathon sollte allerdings für die Zukunft gestrafft werden. Denn die Jugendlichen, die sich im Training gezielt auf die längere Distanz von zwei Runden je 1400 Meter vorbereitet hatten, wurden vom Führungsradfahrer und Streckensprecher fehlgeleitet, so dass der Erste, Philipp Baron (LC Haßloch), bereits nach einer Runde ins Ziel gewinkt wurde und alle anderen Läufer folgten. Er war enttäuscht: „Ich wollte länger laufen, das hatte ich auch trainiert.“ Doch für eine zweite Runde wäre für die Jugendlichen gar kein Durchkommen gewesen: Dort hatten über 270 Starter im Halbmarathon den Weg blockiert. Tremmel bedauerte es und betonte, man werde aus solchen Fehlern nur lernen können. Ohne Probleme fand der Sieben-Kilometer-Lauf statt: Sieger Issac Kibrom, der 2015 den Halbmarathon beim Nikolauslauf gewonnen hatte, bedauerte, dass der längere Lauf nicht zuerst gestartet worden sei. „Daher bin ich nur über sieben Kilometer gestartet, sonst hätte mein Team zu lange mit der Rückfahrt auf mich warten müssen“, erklärte er. Auf Platz zwei und drei waren Marius Meyfarth und Emil Leibrock als Lokalmatadoren zufrieden: „Das ist eine schnelle Strecke.“ Schnellste Frau war die erst 14-jährige Larissa Löb aus Worms. „Diese Volksläufe dienen der Standortbestimmung“, sagte sie. Die Hobbyläufer Thorsten Hellwig aus Neustadt und Diana Humbert aus Niederkirchen betrachteten die Änderungen differenziert. Hellwig lobte die Strecke: „Es ist interessant, dass ein großer Teil auf Beton verläuft.“ Humbert bedauerte, dass die Umkleiden nicht beheizt waren. „Warmer Tee vor dem Lauf wäre auch hilfreich gewesen. Und die Entfernung zum Parkplatz war doch ziemlich weit“, betonte die 40-Jährige. Tremmel verspricht Abhilfe: „Die Umkleidekabinen sollten eigentlich warm sein. Da stimmte was mit der Technik nicht. Und nächstes Jahr werden wir auch in einer Haßlocher Schule Duschen anbieten.“ Der Halbmarathon wurde dank des Schweizers Roger Nachbur aus Basel sehr spannend. Die ersten beiden Runden dominierte Matthias Wagner (Laufteam Pirmasens) und hatte rund 45 Sekunden Vorsprung vor der letzten Runde. Dann saugte sich Nachbur immer näher heran, Wagner rettete sich mit sechs Sekunden Vorsprung ins Ziel. „Ich merkte auf den letzten sieben Kilometern, dass ich mich noch richtig gut fühlte“, sagte Nachbur, der im Vorjahr Rang drei über diese Distanz belegt hatte. |kle

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