Neustadt Das Absteiger-Duell
«Neustadt.» Am vierten Spieltag der A-Klasse Rhein-Mittelhaardt kommt es zum Spitzenspiel der Absteiger. Der VfB Haßloch wird vom FV Berghausen gefordert. Außerdem will der VfL Neustadt die Wende in Altdorf erzwingen. Das Ziel: der erste Saisonsieg.
Am Sonntag um 15 Uhr trifft die von Martin Schlegel trainierte Mannschaft des VfB Haßloch auf Mitabsteiger FV Berghausen. „Berghausen ist unberechenbar. Mit den Fans im Rücken sind sie daheim eine Macht“, analysiert Schlegel den kommenden Gegner. „Trotz der anfänglichen Probleme haben sie eine sehr gute Mannschaft und stehen verdient mit neun Punkten an der Spitze“, so der VfB-Coach weiter. Pluspunkt der mit sechs Punkten drittplatzierten Haßlocher ist die starke Offensive. 13 Tore erzielte der VfB in den ersten drei Spielen. Auch im Kreispokalspiel gegen den Lokalrivalen FV 1921 Haßloch hat sich die gute Form bestätigt. Der C-Klasse-Mannschaft wurden zwölf Tore eingeschenkt. Schlegel zeigt sich daher vor dem Topspiel optimistisch: „Wir haben ein riesiges Potenzial im Angriff. Wenn wir das Spiel für Spiel abrufen, haben wir immer ein Ass im Ärmel.“ Die Niederlage gegen den TuS Mechtersheim II will er schnell vergessen machen: „Das war stellenweise zu leichtsinnig. Wenn wir konzentriert bleiben, rechne ich uns gute Chancen in Berghausen aus.“ Von ganz oben nach ganz unten in der Tabelle: Schlusslicht VfL Neustadt hat bislang nur einen Punkt mit nach Hause nehmen können. Nach dem Unentschieden (1:1) in Seebach folgten zwei Niederlagen. Vor allem die erste Halbzeit des vergangenen Spiels bei Phönix Schifferstadt II ärgert Trainer Thomas Wünstel: „Die ersten 45 Minuten waren katastrophal. Wir haben fehlerhaft und unkonzentriert gespielt.“ Trotzdem konnte der Coach eine Leistungssteigerung nach Wiederanpfiff erkennen. „In der zweiten Halbzeit haben wir gut gespielt. Trotz der 0:3-Niederlage mache ich den Jungs keinen Vorwurf“, sagt Wünstel. Die nächste Bewährungsprobe folgt auf dem eigenen Platz. Am Sonntag, 15 Uhr, trifft der VfB auf den SV Altdorf-Böbingen. Altdorf startete durchwachsen mit drei von neun möglichen Punkten in die Runde. Wünstel schätzt den Gegner trotzdem als „sehr stark“ ein. „Altdorf hat gegen zwei Topfavoriten verloren. Im Sommer haben sie fast den Aufstieg in die Bezirksliga geschafft. Das wird ein ganz schweres Heimspiel für uns werden“, so der Trainer. Der TuS Maikammer hat dagegen den ersten Saisonsieg schon geschafft: Am dritten Spieltag schlugen die Jungs um Trainer Hasan Sahin den FV Dudenhofen II mit 2:0. „Das war ein ganz wichtiger Sieg. Das haben sie sich verdient“, bestätigt Sahin. Trotz der recht deutlichen Niederlagen zu Saisonbeginn ist der Coach nicht unzufrieden mit den Start in die neue Spielzeit: „Das Potenzial ist da. Wir müssen es in den kommenden Wochen abrufen.“ Am Samstag um 18 Uhr gastiert der TuS bei der TSV Lingenfeld. Trainer Sahin weiß um die Stärke des Gegners: „Lingenfeld spielt seit Jahren in der A-Klasse. Es wird sehr unangenehm sein, gegen sie zu spielen.“ Außerdem muss Maikammer auf den Torschützen des Führungstreffers vom vergangenen Wochenende verzichten. Borahan Bozoglu wird aufgrund eines Bänderisses mehrere Wochen ausfallen. Vor einer Herausforderung steht auch der TSV Königsbach. Die Mannschaft um den Führenden in der Torschützenliste, Daniel Neu (fünf Treffer), trifft am Sonntag, 15 Uhr, auf den VfB Iggelheim. „Da wartet ein echter Brocken auf uns. Es kommt auf die Tagesleistung an“, kommentiert Spielertrainer Achim Naumer die bevorstehende Begegnung. Das jüngste Spiel gegen den FC Speyer 09 II gewannen die Königsbacher mit 4:1. „Bis auf die erste halbe Stunde bin ich mit der Leistung sehr zufrieden. Daran müssen wir anknüpfen“, so der Coach. In Iggelheim sieht er „einen Aufstiegsanwärter“. Unter der Woche bezwangen die Königsbacher Liga-Kontrahent Phönix Schifferstadt II im Pokal. Obwohl erst in der Nachspielzeit die Entscheidung herbeigeführt wurde, sieht der Trainer keinen Nachteil für die kommende Aufgabe: „Wir hätten ohnehin trainiert. Am Anfang der Saison macht so ein Spiel keinen Unterschied.“ Der TSV muss auf Neuzugang Patrick Freudenmacher (muskuläre Probleme) verzichten. Zurück im Team ist Maximilian Goldmann.