Neustadt RHEINPFALZ Plus Artikel Dank Paula boomt der Lolli-Test in Kitas

Donnerstag in der Kita Königsbach: Sophia Landeck macht den Lolli-Test mit Puppe Paula vor, die Kinder machen es nach.
Donnerstag in der Kita Königsbach: Sophia Landeck macht den Lolli-Test mit Puppe Paula vor, die Kinder machen es nach.

Das Neustadter Corona-Konzept hält nun auch im Lambrechter Tal Einzug.

Was seit Mai 2021 Schritt für Schritt entwickelt und letztlich auf alle Neustadter Kindertagesstätten ausgeweitet wurde, hält nun Einzug im Kreis Bad Dürkheim, genau gesagt im Lambrechter Tal: In den Kitas in Lambrecht und Neidenfels wird ein mobiles Team des Deutschen Roten Kreuzes Vorderpfalz ab Montag ebenfalls wegen Lolli-Tests im Einsatz sein. Mit dabei: die freche Puppe Paula, eine Expertin in Sachen Corona.

Neustadt hatte sich damals beim Land dafür eingesetzt, dass der Lolli-Test für Kitas in das Programm „Testen für alle“ aufgenommen wird. Das bedeutet, dass das Land die Kosten für Personal und Tests übernimmt. Seither ist der DRK-Kreisverband Vorderpfalz im Einsatz. Rund 15.000 Lollis seien bislang verbraucht worden, berichtet Ausbildungsleiter Jürgen Abel aus Mußbach. „Wir haben mittlerweile die dritte Test-Generation, und sie ist deutlich besser als die erste.“

Erst nur in Stadt-Kitas

Seit acht Monaten sind seine sechs Zweier-Teams auf drei Touren in 25 Kitas vormittags im Einsatz. Zunächst war dieser auf die städtischen Einrichtungen in Neustadt beschränkt, mittlerweile seien auch kirchliche dabei, so Abel. Weil das Tal angefragt habe, werde das Angebot nun auf Lambrecht und Neidenfels ausgeweitet. Das Konzept sei zusammen mit dem Gesundheitsamt immer mehr „verfeinert“ worden. Falle der Lolli-Test positiv aus, folge jetzt direkt ein Nasentest, „natürlich in Absprache mit den Eltern“. Sei auch dieser positiv, sei das ein sicheres Indiz für eine Infektion.

Dass die Testungen fast reibungslos klappen, hält Abel vor allem Paula zugute. Die Puppe mit den karottenroten Haaren „ist unser Türöffner“. Besser gesagt der „Mundöffner“, denn mit ihrer lustig-frechen Art gelingt es Paula, die Kinder davon zu überzeugen, dass so ein Test nicht schlimm ist. „Sie nimmt den Kindern die Angst, mittlerweile ist es normal, dass wir zweimal die Woche kommen.“ Getestet wird nur mit dem Einverständnis der Eltern, auch wenn das Kind sagt: „Ich will auch.“ Wegen Omikron seien aber immer mehr Eltern bereit, ihr Kind testen zu lassen, so Abels Erfahrung.

Paula keine Unbekannte

Paula wurde dabei nicht eigens wegen der Pandemie erfunden. Sie stammt aus dem vom Ausbildungsleiter entworfenen Programm „Erste Hilfe für Vorschulkinder“. Dazu gab es auch Kurse, die laut Abel fast das ganze Personal der städtischen Neustadter Kitas besucht habe. Insofern sei Paula schon vor den Lolli-Tests bekannt gewesen.

Als zusätzlichen Erfolg wertet es Abel, dass nach dem Start an der Mittelhaardt auch die Stadt Ludwigshafen Interesse angemeldet hatte. Dort sind seine Teams seit vergangenen September unterwegs. Helfer werden natürlich immer gesucht. Wer Lust hat, Paula bei den Lolli-Tests in Kindertagesstätten zu unterstützen, kann sich jederzeit bei Jürgen Abel per E-Mail an abeljuergen@web.de melden. ahb

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