Neustadt Dörr: Mit Planer wird’s noch teurer

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Für die Wegesanierung im Deidesheimer Stadtgarten brauche die Stadt kein Konzept in Auftrag zu geben, sagte Stadtbürgermeister Manfred Dörr (CDU) bei der jüngsten Sitzung des Stadtrats. Die Fraktion der Grünen hatte in einem Antrag gefordert, Aufwendungen für den Stadt- wie den Erlebnisgarten „auf das Wesentliche zu beschränken, bis ein vernünftiges Sanierungskonzept eines Gartenplaners vorliegt“.

Im Stadtgarten ist im Jahr 2014 ein Hauptweg, der in schlechtem Zustand war, neu aufgebaut und mit wassergebundener Decke versehen worden. Der Stadtgarten ist auch für die Bewohner des Altenheims der Caritas ein gerne genutztes Gelände zum Spazierengehen. Deswegen wurde Wert darauf gelegt, dass der sanierte Weg auch mit Rollatoren begehbar ist. Es würden dort auch weiter Wege saniert, so Dörr. Die morschen Pergolen seien entfernt worden, neue Bepflanzungen seien vorgesehen. „Aber dafür brauchen wir keinen Planer. Das würde die Sache ja noch teurer machen“, sagte Dörr und meinte: „Ein Konzept kostet mehr, als es bringt.“ Gabriele Zürker (Grüne) berichtete von Schlamm und Pfützen auf den Wegen im Stadtgarten, und das nur kurze Zeit nach der Sanierung. „Rund 40.000 Euro flossen ohne vernünftiges Konzept in Reparaturen und Ausbesserungen. Schon jetzt zeigen sich erneute Mängel und Schäden“, hatten die Grünen ihren Antrag begründet. „Das sehen wir uns an“, sagten schließlich Manfred Dörr und Verbandsbürgermeister Peter Lubenau, der sich als Bauingenieur mit Wegebau auch fachlich auskennt. Zürker hatte eine Ortsbegehung angeregt. Ein weiteres Thema war der Erlebnisgarten. Der habe viel Geld gekosten, kritisierten die Grünen. Jetzt laufe ihm allerdings die „Alla-hopp-Anlage“ im Osten der Stadt den Rang ab. Man müsse versuchen, in beiden Gärten die Kosten zu minimieren. Dörr verwies auf den inzwischen ausgeschilderten Rundweg zwischen verschiedenen familien- wie seniorentauglichen Bereichen in der Stadt, zu denen auch die Alla-hopp-Anlage und der Erlebnisgarten gehören. Es gebe durchaus Menschen, die sich nach dem Besuch der Alla-hopp-Anlage eine Stelle suchten, an der es ruhiger ist. Im Haushaltsplan ist der Erlebnisgarten mit einem Jahresfehlbetrag von 31.360 Euro enthalten. Die Aufwendungen seien aber in der Hauptsache Abschreibungen geschuldet, sagte Dörr. Der Erlebnisgarten selbst verursache nicht viel Aufwand. Am Eingang befindet sich ein bewirtschafteter Kiosk mit Verkauf und Schlägerverleih für das Erlebnisgolf. Wenn man dort die Aufsicht wegnehme, sei Vandalismus zu befürchten, der dann wieder Kosten verursache würde, meint Dörr. |ff

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