Neustadt Dörr: Möglichst keine Knallerei in der Altstadt
Neben viele privaten Feiern in der Neujahrsnacht und Angeboten der Gastronomie gibt es auch kurz nach dem Jahreswechsel schon Empfänge von Gemeinden. Der größte ist wohl der im historischen Rathaus der Stadt Deidesheim.
Im Rathaus der Stadt erwarten Stadtbürgermeister Manfred Dörr und die Beigeordneten Renate Klingelmann und Bernhard Oberhettinger Deidesheimer Bürger und Gäste, um mit einem Glas Sekt auf das neue Jahr anzustoßen. „Da kommen schon einige hundert“, freut sich Dörr darüber, dass dieses Angebot gut angenommen wird. Und zwar von Jung und Alt. Der Sekt wurde von Wein- und Sektgütern aus Deidesheim und der Nachbarschaft dafür gespendet. Der Stadtrat hat, wie gewohnt, diese Spenden in der letzten Sitzung vor Weihnachten einstimmig und mit Wohlgefallen angenommen. Auch im Umfeld des Rathauses ist einiges los, die Deidesheimer Gastronomie hat viele Besucher bei ihren Silvesterveranstaltungen. In diesem Jahr hat der Deidesheimer Stadtbürgermeister ein besonderes Anliegen. In der Deidesheimer Altstadt sollte möglichst auf die Knallerei zum Jahreswechsel verzichtet werden. Verbote wie in anderen Orten sind noch kein Thema, die Stadt Deidesheim setze zunächst auf den Appell zur Rücksichtnahme, sagt Dörr. So wurden am Rathaus und am Marktplatz Schilder angebracht, die Bürger und Gäste zum Verzicht auf Böller und Raketen auffordern. Die Knallerei in der Altstadt, besonders im Bereich von Marktplatz und Rathaus, habe zuletzt Formen angenommen, bei der eine Gefährdung von Menschen, insbesondere von Kindern, nicht ausgeschlossen sei, sagt Dörr. Er berichtet beispielsweise von einem Feuerwehrkörper, der in einem mehrfach verglasten Fenster des Rathauses stecken geblieben sei. „Wäre das Fenster nur einfach verglast, wäre die Scheibe durchgewesen.“ Man habe sogar beobachtet, das Menschen aufeinander geschossen hätten. Dörr verweist darauf, dass in der Nähe von Kirchen und Fachwerkhäusern das Abbrennen von Feuerwerkskörpern gesetzlich verboten sei. Das zu kontrollieren, sei natürlich schwierig. Man hoffe daher auf die Einsicht der Menschen. Sollte es wieder Auswüchse geben, werde sich der Stadtrat mit dem Thema befassen müssen. In diesem Jahr, so der Deidesheimer Bürgermeister, sei Zurückhaltung beim Knallen auch im Hinblick auf die Terroranschläge in Paris geboten. Die Stadt hat mit dem Anstrahlen des Rathauses in den französischen Nationalfarben in den vergangenen Monaten ihr Mitgefühl und ihre Solidarität mit den Opfern des Terrors bekundet. Dörr: „Vielleicht ist auch dies bei der kommenden Jahreswende ein Grund, auf Feuerwerk zu verzichten.“ Auch die Gemeinde Ruppertsberg lädt die Mitbürger in der Neujahrsnacht um Mitternacht ins Bürgerhaus ein, um mit einem Glas Sekt auf das neue Jahr anzustoßen. Ortsansässige Betriebe haben dafür Sekt und Knabbereien gespendet Der obligatorische Neujahrsempfang für die Bürger der Stadt Lambrecht, veranstaltet von der Stadt und dem Verkehrsverein, findet an Silvester, 31. Dezember, ab 23.30 Uhr im Ratssaal des Zunfthauses statt. Zu einer Silvesterfeier mit Buffet, Livemusik und Tanz lädt das Elmsteiner Naturfreundehaus im Ortsteil Harzofen, Esthaler Straße 63, ein. Die Teilnahme am Buffet, das um 19 Uhr eröffnet wird, kostet pro Person 24 Euro. Ab 20 Uhr spielt Uwe Franck. Der Eintritt ist frei. Anmeldungen per Mail: info@naturfreundehaus-elmstein.de oder Telefon 06328/229. Empfehlung: Anfahrt mit dem Auto über die Esthaler Straße im Ortsteil Appenthal, da in der Nacht keine Busse verkehren und alle Zimmer im Haus ausgebucht sind. In der Casino Lounge in Deidesheim startet an Silvester um 20 Uhr eine „Silvester-Dance-Party“ mit DJ Toni, der „Partykracher“ auflegt. Informationen im Internet unter www.casino-deidesheim.de (ff/uno/awk)