Neustadt Cyborgs, Plastikmüll und Wunder

Zukunftsvisionen in Hutform: Die Schülerinnen und Schüler der Paul-Gillet-Realschule sind sehr kreativ.
Zukunftsvisionen in Hutform: Die Schülerinnen und Schüler der Paul-Gillet-Realschule sind sehr kreativ.

«Neustadt/Edenkoben.» Gleich mit zwei spannenden Projekten, einer Fotoausstellung und einem Videoclip, beteiligt sich die Paul-Gillet-Realschule plus aus Edenkoben am Neustadter „Querfälltein“-Festival. Beide sind kommende Woche von Montag bis Donnerstag ganztägig im Michel’schen Hof zu sehen.

Das Fotoprojekt „Hüte“ besteht aus acht großformatigen Fotografien, in denen die Schülerinnen und Schüler im Wahlpflichtfach Hauswirtschaft und Soziales der Klassenstufe 10 jeweils die Herstellung eines mehr oder weniger modischen Accessoires mit einer individuellen Zukunftsvision verbinden sollten. Was dabei herausgekommen ist, kann sich nicht nur in puncto Kreativität sehen lassen, sondern zeigt auch, welche Probleme den jungen Leuten heute auf den Nägeln brennen, wenn sie an ihre eigene Zukunft denken. So hat die Gruppe Natalia Garic, Saskia Wagner, Jannik Mostberger und Dagmara Delost das Thema Plastikmüll aufgegriffen, den die als „Zeitbombe“ empfindet, wie sie erklärt. Ein weiteres ökologisches Thema, nämlich die Abholzung des tropischen Regenwalds, setzte die Gruppe Antonia Petrantonakis, Janina Gutting und Lara Glas bildnerisch um. Zwei weitere Gruppen lieferten Statements zum Thema Krieg ab, und die Schülerinen Rama und Oliwia stellten sich die Frage, was aus uns Menschen wird, wenn sich die Digitalisierung in Zukunft weiterentwickelt und Maschine und Mensch vielleicht irgendwann verschmelzen. Das zweite Projekt, das die Edenkobener nach Neustadt mitbringen, ist ein Videoclip mit dem Titel „Wunder“, den eine klassen- und altersübergreifende Arbeitsgruppe in Auseinandersetzung mit dem Lied „Miracles“ der Indie-Gruppe „The Dø“ geschaffen hat. In dem Lied geht es um Wunder wie Liebe, Freundschaft, Träume, aber auch um die persönliche „Hölle“ jedes einzelnen. Die Fotos und Videosequenzen sammelten die Schülerinnen bei verschiedenen Ausflügen in die Umgebung der Schule. „Es freut uns, dass wir bei ,Querfälltein’ zeigen können, was unsere Schule und unsere Schüler zu bieten haben“, sagt der stellvertretende Schulleiter Michael Eich. Der Umstand, dass man überhaupt auf das Neustadter Jugendfestival aufmerksam geworden ist, sei Susann Alexandru zu verdanken, einer Lehrerin der Schule, die in Neustadt lebt.

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