Neustadt Chor schlägt Raum für Kammerkonzerte vor

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Die Sanierung des historischen Wachhaisels, sprich dessen ehemaliger Tanzsaal, bleibt Dauerbrenner im Gemeinderat. Nachdem das denkmalgeschützte Gebäude vor zwei Jahren wegen Schäden im Holzgebälk nicht mehr nutzbar geworden war, wird seitdem saniert (wir haben mehrfach berichtet). Jetzt dreht sich die Diskussion um den Kulturraum.

Der 60 Quadratmeter große Raum im Obergeschoß diente bis dahin als Treffpunkt für Vereine des Dorfes und der Chorgemeinschaft. Auch die Messdiener hatten dort ihren Platz. Mit der Komplettsanierung des alten Hauses soll dieser Raum nun als sogenannter Kulturraum vielfältiger genutzt und dazu entsprechend ausgebaut werden. Der Rat hatte sich bereits für hochwertige Eichendielen entschieden, hellen Innenputz und weiße Sprossenfenster, um klassische Eleganz zu schaffen. Dennoch sind Fragen zur definitiven späteren Nutzung aufgetaucht, die man im Vorfeld klären muss, um sich nichts für später zu verbauen. Denn das Untergeschoß folgt in einem zweiten Bauabschnitt. Daher hat sich der Bauausschuss Gedanken gemacht und fachliche Vorschläge zu Strom- und Wasserleitungen, Lichtanschlüsse in der Decke und vielem mehr gemacht. Die katholische Chorgemeinschaft Forst/Wachenheim hat daraufhin in einer schriftlichen Stellungnahme ihre Vorstellungen erläutert. Danach sei eine Lautsprecheranlage nicht erforderlich, ebenso wenig wie ein teurer Deckenunterbau für einen Beamer. Heutzutage benutze man Laptops für Vorträge. Die Chorgemeinschaft stellt sich nach ihren Angaben eine Nutzung des schönen Raumes neben den Chorproben für Kammerkonzerte vor. Dazu werde allerdings ein Konzertflügel benötigt, dessen Finanzierung von circa 15.000 Euro über Sponsoren erfolgen könne. Die Vorsitzenden Hans Rau und Eva Labonte-Steinmetz versprechen sich von den „kleinen Kammerkonzerten im Forster Wachhaisel“ eine Bereicherung für den Ort. Ratsmitglied Friedrich Thomé äußerte sich in einer vorgetragenen Stellungnahme überrascht über die Chorgemeinschaft, die „lediglich 45 Tage im Jahr den Raum für Proben nutze“. Es blieben „immer noch 320 Tage für andere Nutzer“, über die sich der Gemeinderat ebenfalls Gedanken machen solle. Seiner Meinung nach sei ein „Beamer in der Decke nicht teuer“. Viel teurer käme spätere Nachrüstung, auch für anderes Equipment. Ein Flügel bräuchte eine recht große Stellfläche, was die Nutzfläche des Raumes erheblich einschränke. Ein Keyboard habe die gleiche Klangvielfalt. Die Ausstattung sollte so entschieden werden, dass unterschiedliche Gremien langfristigen Nutzen hätten. Man dürfe auch die Jugend nicht vergessen. Der Tenor im Rat war dahingehend einhellig, dass man weiterhin Ideen sammeln müsse und nicht bei der Installation sparen dürfe. Bürgermeister Bernhard Klein meinte, bisher haben die Entscheidung des Gemeinderates in dieser Sache „keinen Grund zur Frustration geliefert“, und er wünsche sich eine „freundliche, sachliche, an einem gemeinsamen Ziel orientierte Diskussion“. Natürlich bedürfe es bürgerschaftlichen Engagements, und er begrüße es, wenn sich Beteiligte Mühe machten und Vorschläge einreichten.

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