Neustadt Briefe an die Lokalredaktion:

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Wir – die Schülerschaft des Gymnasiums Edenkoben – stehen hinter unserem Schulleiter und wollen nicht akzeptieren, wie unser Schulleiter und unsere Schule in diesem Artikel dargestellt werden. Der Artikel, der eigentlich die Arbeit unseres Direktors würdigen soll, verfehlt dieses Ziel leider gänzlich und ist unserer Meinung nach vor allem eins: Geschmacklos! Ja, es war eine Herkulesaufgabe, vor der Herr Kargus zu Beginn seiner Zeit am Gymnasium Edenkoben stand, aber Nein, er benötigt keine „signalgrüne Weste“, um sich Autorität zu verschaffen. Dass der Direktor als „Kaktus“ oder „Knirps“ bezeichnet wird, ist uns Schülern nicht bekannt. Wir kennen Herrn Kargus vielmehr als humorvollen und diplomatischen Direktor. Eins fragen wir uns: Wo sind die ganzen schönen Momente, die Herr Kargus` Zeit als Schulleiter wesentlich geprägt haben? Gewiss waren die 13 Jahre mehr als ein Trauern, Diskutieren oder ein Leben auf einer Baustelle. Herr Kargus, Sie haben die Schule zu dem gemacht, was sie heute ist, ein vielfältiges, tolerantes Gymnasium, in dem eine angenehmes Lernklima herrscht. Respekt! In der RHEINPFALZ vom Montag, beklagt sich die Feuerwehr über unsere Mitmenschen, die so parken, dass wichtige Rettungswege blockiert sind. Die Bürgerinitiative Piratenplatz fordert mehr Kontrollen. Die Bürger der Stadt beklagen den Schmutz, andere den Lärm und die Rücksichtslosigkeit. Dabei könnte alles so einfach sein: Maria Eisenberg schreibt am Montag in ihrem Kommentar unter anderem: „Das Problem … liegt daran, dass Regeln nicht eingehalten werden.“ Dem ist nichts hinzuzufügen. Irritiert hat mich der zum Ausdruck gebrachte vermeintliche Widerspruch zwischen „Kultur beleben“ und baulichem Erhalt des Herrenhofes. Nahezu alles, was im Herrenhof an Kultur gelebt wird, steht im direkten oder indirekten Zusammenhang mit dem baulichen Ensemble. Dies trifft ganz besonders auf jene Kultur zu, welche die Mußbacher Bürger in ihrem Herrenhof alltäglich leben und erlebbar machen. Der Erhalt der baulichen Substanz ist somit ein wesentlicher Beitrag zum kulturellen Leben in Mußbach und eine Wertschätzung jener, die den Herrenhof seinerzeit wieder aufgebaut haben. Rücksichtslose Mountainbiker erlebe ich als Joggerin im Wald nur sehr selten. Viel öfter hingegen treffe ich: 1. Laut lärmende Wandergruppen, die ich mit meiner Bitte, mich vorbei zu lassen, anschreien muss, damit sie mich hören. 2. Angetrunkene Wanderer, die mir vor die Füße laufen, weil sie nicht mehr richtig geradeaus gehen können, aber dafür jede Menge „lustige“ Sprüche drauf haben. 3. Wanderer mit nicht angeleinten Hunden, die mir mit hoher Geschwindigkeit direkt zwischen die Beine rennen. Bei diesen rücksichtslosen Wanderern handelt es sich aber nur um eine Minderheit, und ich versuche, ihnen mit freundlicher Nachsicht zu begegnen. Nun lese ich überrascht, dass Mountainbiker die Pfade nicht nutzen dürfen, weil sie für Wanderer eine Gefährdung darstellen – auch wenn sie in der Nähe von Wanderern im Schritttempo fahren oder gar absteigen und schieben?! Weil sich einige wenige nicht an Regeln halten könnten, wird eine bestimmte Nutzergruppe einfach ausgesperrt und alle Pfade werden zur Fußgängerzone erklärt, auch die, auf denen so gut wie nie ein Fußgänger unterwegs ist. Wird man mir demnächst das Joggen auf den Pfaden verbieten, weil ich schneller bin als Wanderer und es daher unzumutbar ist, mit mir den Pfad zu teilen? Ich finde: Statt uns gegenseitig das Leben mit Verboten schwer zu machen, sollten wir mit vernünftigen Regelungen und mit etwas Nachsicht gegenüber allen schwarzen Schafen unseren schönen Wald harmonisch miteinander teilen! Die Anregung des neuen Landtagsabgeordneten Dirk Herber von der CDU fand ich sehr gut, dem Schwimmunterricht in den Schulen eine besondere Priorität einzuräumen. Schwimmen ist nicht nur eine besonders gesunde Sportart, sondern auch Überlebenstraining, mit dem eigentlich schon im Kindergarten begonnen werden sollte. Dass Fünf- bis Sechsjährige im Swimmingpool des Nachbarn ertrinken, sollte bald der Vergangenheit angehören. Dirk Herbers Appell begrüße ich sehr. Er sollte bald in die Tat umgesetzt werden. Seit Tagen beschäftigen sich die RHEINPFALZ und viele Leserinnen und Leser mit der Frage nach der Effektivität der Smileys auf den mobilen Tempomesstafeln. Enttäuscht resümieren alle – Stadt, Anwohner, Parteien et cetera: „Die Smileys haben gar nichts gebracht!“ Ja, an manchen Stellen seien die Messwerte sogar „überproportional hoch im Vergleich mit der normalen Quote“! Ja, dann hat wohl der lächelnde Smiley die Autofahrer animiert, noch mal so richtig auf das Gaspedal zu treten! Glaubt denn wirklich irgendjemand, dass ein lächelnder oder missmutiger Smiley zur Raserei verführt? Mein – doch immerhin recht großer – Bekanntenkreis ist mit mir einer Meinung: Erstens haben wir endlich einmal auf die Messtafeln geschaut, um zu sehen, wie schnell beziehungsweise wie langsam (!) wir fahren und zweitens haben wir uns dann gefreut, wenn wir für unser korrektes Verhalten im Straßenverkehr mit einem Lächeln belohnt wurden. Früher hatten wir die Tafeln kaum beachtet. Dass diese Messtafeln keine große Auswirkung auf Zu-Schnellfahrer beziehungsweise Zu-Schnellfahrerinnen haben, liegt wohl kaum an einem Smiley (sei’s mit lächelnder oder grimmiger Mimik), sondern ausschließlich an dieser Art Tafeln ganz allgemein. Ziehen doch angezeigte Geschwindigkeitsübertretungen für den Verursacher keinerlei ernsthafte Konsequenzen nach sich. Also wenn schon Tempomesstafeln – dann doch bitte mit Smileys als Belohnung für diejenigen, die sich an die Verkehrsregeln halten – uns freut’s, obwohl man ja weiß, dass dem Deutschen Freude eigentlich nicht geziemt!

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