Neustadt Briefe an die Lokalredaktion:

Trotz Ablehnung durch die Bürger und Anlieger entscheidet der Stadtrat für eine Fußgängerzone am Marktplatz in Deidesheim, die die Verbindung zweier Hauptverkehrsachsen in der Stadt trennen würde. Dies ist kein Beispiel für ein gutes Miteinander in der Stadt, eher ein verkehrspolitischer Schildbürgerstreich. Das Ziel einer Verkehrsberuhigung und die Gewährung von Sicherheit für Fußgänger kann erreicht werden, indem die jetzige Regelung beibehalten und ihr Einhalten durch Kontrollen und Sanktionen sichergestellt wird. Schließlich sperrt man auch kein Autobahnteilstück ab, wenn die vorgeschriebene Geschwindigkeit nicht eingehalten wird. Zu hoffen bleibt, dass der Stadtrat die Größe zeigt, die Entscheidung zu ändern, zum Wohle der Bürger und Anlieger. Und wenn es um Qualitätsverbesserung ginge, dann könnte mit dem Stadtgraben begonnen werden. Ein Spätnachmittag nach einem sehr heißen Tag. Kurz nach 17 Uhr. Beim Forsthaus im schattigen Tal ist es angenehm. Viele Gäste bevölkern die Tische, essen und trinken. Auch die gerade Angekommenen möchten das. Aus ihrem Gespräch geht hervor, dass sie aus dem Badischen kommen und im Pfälzerwald einmal die andere Rheinseite kennenlernen wollen. Auf ihren Wunsch nach Essen und Trinken wird ihnen bedeutet, dass um 18 Uhr Feierabend ist. Nein, auch kleine kalte Speisen gibt es nicht mehr. Man ist ja schon seit 7 Uhr auf den Beinen, und der Nachbar würde schon um 17 Uhr schließen. Noch eine Aufklärung über die schwere Arbeit und dann gehen die Gäste. Ob sie wohl jemals wieder die Pfalz besuchen? Mit Verwunderung und Enttäuschung nehme ich zur Kenntnis, dass sich die Gemeinde Meckenheim nicht zur Beseitigung des Marlach-Nadelöhrs an der Brücke Rödersheimer Straße bekennt. Als Anlieger der Rödersheimer Straße (...) beobachte ich schon seit Jahren diesen Engpass. Bei jedem größeren oder länger anhaltenden Regen ist mein Weg sofort zu dieser Engstelle. Mehrmals schon war die Marlach an dieser Stelle randvoll und somit der Regenüberlauf vollkommen zugestaut. Sogar ein Überlaufen in nördlicher Richtung hatte ich schon beobachtet. Dann lief das Wasser zum Glück Richtung Kleinfeldanlage ab. Wir sprechen hier von Regenfällen im Bereich von 40 L/m² in kurzer Zeit. Sollte es einmal wesentlich mehr sein (...), sieht es sicher anders aus. Wie sich das auswirkt wird man dann sehen. Hoffentlich sind dann die Folgen zu beherrschen. Ob die Gemeinderäte, die in dem Bericht die Gefahr an dieser Stelle verniedlichen, so oft schon nach Unwetter zeitnah da waren, bezweifle ich stark. Für mich war das in meiner aktiven Feuerwehrzeit immer eine Stelle mit „Bauchweh“. Keiner weiß, was der Klimawandel (...) bringt, aber eine Vorsorge ist immer gut, zumal es sich hier nicht um immense Kosten für die Gemeinde handelt. Dazu kommt, dass mit dieser Maßnahme die Rad- und Fußgängerweg-Gefahrenstelle beseitigt würde (...). Aber auch hier muss ich als Ur-Meckenheimer und passionierter Radfahrer gestehen, es wird sehr wenig im Dorf für diese Verkehrsteilnehmer gemacht.