Neustadt Brücken bei Königsbach werden erneuert
Für das kommende Jahr plant die Deutsche Bahn unterhalb von Königsbach umfangreiche Brückenerneuerungsarbeiten. Auswirkungen hat das vor allem für Radfahrer: Sie müssen über mehrere Monate hinweg Umwege in Kauf nehmen.
Die eigentlichen Bauarbeiten werden voraussichtlich im März 2019 beginnen. Das betonte Projektleiter Sebastian Ottrembka am Mittwochabend im Königsbacher Ortsbeirat. Allerdings soll bereits im September gerodet werden. Für alles Weitere sei es dann wahrscheinlich zu kalt. Radfahrer und Fußgänger können die beiden Bahnunterführungen im Bereich des TSV-Sportplatzes und den etwa einen Kilometer weiter Richtung Deidesheim liegenden Tunnel solange also noch passieren. Anders sieht es aus, wenn die Brücke am Sportplatz dann eine neue Innenschale erhält. Das Grundkonstrukt bleibt hier erhalten, die beiden Wände werden aber neu mit Beton ausgekleidet. „Das ist in dem Fall die wirtschaftlichste Variante, weil das Bauwerk an sich noch nicht sanierungsbedürftig ist“, verdeutlichte Projektleiter Ottrembka. Für den Rad- und Gehweg, der unter der Brücke durchführt, bedeutet die neue Innenverkleidung auf beiden Seiten eine Verengung von 30 Zentimetern – der Weg ist dann in Zukunft statt drei nur noch 2,40 Meter breit. Das entspreche aber nach wie vor der gesetzlich vorgeschriebenen Mindestbreite eines Radweges, so Ottrembka. Ohnehin falle durch die neue Innenschale nur die beidseitige Randbegrünung weg. Dass der Radverkehr während dieser Arbeiten umgeleitet wird, erkläre sich schon aus Gründen der Verkehrssicherheit, außerdem würde sich die Maßnahme sonst unnötig in die Länge ziehen, unterstrich der Projektleiter. Ortsvorsteherin Alexandra Schaupp (CDU) gab zu bedenken, dass die Umleitungsstrecke frühzeitig geplant und vor allem bekannt gemacht werden müsse. Gleiches gilt auch für die Arbeiten an der Brücke weiter nördlich. Diese wird komplett abgerissen und durch ein neues Bauwerk ersetzt. Das Besondere: Dieses wird etwas abseits in einer 30 Meter tiefen Baugrube komplett errichtet und dann nur noch an den Platz der alten Brücke geschoben. Das soll in der Osterwoche 2019 über die Bühne gehen. Auch der Bahnverkehr zwischen Neustadt und Bad Dürkheim wird dann betroffen sein. „Da ist eine immense Logistik erforderlich“, verdeutlichte Projektleiter Ottrembka dem Ortsbeirat. Er sicherte aber auch eine Bestandsaufnahme zu, so dass später klar sei, ob durch die Arbeiten Schäden verursacht wurden. Weiteres Thema der Ratssitzung waren die geplanten Parkbuchten im Hirschhornring. Ein Brand in jüngster Vergangenheit, bei dem Feuerwehr und Rettungsdienst durch geparkte Autos behindert wurden, habe die Dringlichkeit dokumentiert, hier etwas zu tun, so Ortsvorsteherin Schaupp. Nach Begehungen mit Ortsbeirat, Feuerwehr und zuletzt dem Ordnungsamt will Schaupp die Anwohner jetzt in einem Rundschreiben informieren, wo die Stellplätze ausgewiesen werden sollen. Dazu kann dann nochmals schriftlich Stellung genommen werden, bevor noch vor den Osterferien eine Bürgerversammlung stattfinden soll. Einig war sich der Ortsbeirat darüber, dass die Geschwindigkeit in der Neubergstraße und der Raiffeisenstraße verringert werden muss. Statt baulicher Maßnahmen, die nach Ansicht von Markus Barmel (CDU) alleine schon für Linienbusse ein Problem darstellen würden, will sich Ortsvorsteherin Schaupp jetzt informieren, ob es Lösungen mit farblicher Gestaltung gibt. Zur Stellvertreterin Schaupps wählte der Ortsbeirat mehrheitlich Martina Poschmann (CDU). Damit bleibt es in Königsbach bei einem Stellvertreter.