Weidenthal / Neustadt
Bröckelnde Brandruine sorgt für Zugausfälle
Bundespolizisten begutachteten den Gleisbereich unterhalb der Ruine und fanden größere Steine aus der Fassade des Hauses im Gleisbett. Laut den Beamten aus Kaiserslautern wirkte das Gebäude zudem instabil, sodass sie eine erhebliche Gefährdung für den Bahnverkehr nicht ausschließen konnten. Nach Angaben der Feuerwehr drohte der erste Stock samt Dachresten auf die Gleise zu stürzen. Die Wehrleute trugen mit Hilfe von Bahnmitarbeitern die Wand zu den Gleisen hin im ersten Obergeschoss mit Hilfe eines Wasserstrahls ab. Für die Arbeiten setzte die Deutsche Bahn einen sogenannten Turmtriebwagen ein. Die Bahn hatte derweil einen Schienenersatzverkehr zwischen Kaiserslautern und Neustadt eingerichtet. Laut Polizei konnte ein Gleis gegen 18.55 Uhr wieder freigegeben werden. Nachdem die Abrissarbeiten beendet waren, war die Strecke um 23.14 Uhr für den Zugverkehr wieder vollständig befahrbar.
Brand im Februar 2017
Das Haus war in der Nacht zum 20. Februar 2017 abgebrannt. Zu dem Zeitpunkt war es nicht mehr bewohnt gewesen. Während der Löscharbeiten musste neben dem Zug- auch der Autoverkehr auf der B39 in Weidenthal eingestellt werden. Schon damals gestaltete sich die Suche nach der Brandursache schwierig, da das Haus als einsturzgefährdet galt.
An dem Einsatz am Dienstag waren neben der Bundespolizeiinspektion Kaiserslautern die Polizei Neustadt, das Technische Hilfswerk aus Neustadt und Landau, die Feuerwehr der Verbandsgemeinde Lambrecht sowie Techniker und Notfallmanager der Bahn beteiligt. Während des Einsatzes wurde ein Mitarbeiter des Rettungsdienstes mutmaßlich absichtlich angefahren und leicht verletzt.
