Neustadt Bluesrock aus der Jetztzeit
Neustadt-Gimmeldingen. „,Wunderkind’ verblüfft das Publikum“ titelte die RHEINPFALZ vor drei Jahren beim ersten Auftritt Eric Steckels in Neustadt. Am kommenden Samstag nun tritt der amerikanische Sänger und Gitarrist mit seiner Band erneut vors hiesige Publikum.
Es war Samstag, 14. Februar 2014, 21 Uhr, als der den meisten Dabeigewesenen bis dahin noch wenig geläufige Musiker aus Pennsylvania zusammen mit seiner Band, bestehend aus Schlagzeuger Andrew Haley und Bassist Robert Fraser, die Bühne im Mußbacher Weinland Meckenheim betrat und dort ein musikalisches Feuerwerk zündete, das bis heute unvergessen ist. Steckel zog alle Register seines Könnens und legte einen dermaßen phantastischen Auftritt hin, dass es seinem Publikum eiskalt den Rücken herunterlief. Fast schien es als hätten sich die Geister von Jimi Hendrix, Stevie Ray Vaughn, Jeff Healey und Albert King im Körper des damals gerade mal 23-Jährigen wiedergefunden und seine Finger über das Griffbrett seiner Gitarre flitzen lassen. „Nach dem, was ich gerade gesehen und gehört habe, spiele ich mit dem Gedanken, meine Gitarre wegzuwerfen und mir eine Blockflöte zu kaufen“, sagte ein Besucher, selbst Musiker, damals nach dem Konzert. Steckel war so unglaublich gut, dass Veranstalter Christoph Schmid schon direkt im Anschluss an dessen Show den Zuschauern im Saal versprechen musste, den Ausnahme-Gitarrero ein weiteres Mal zu verpflichten. Und jetzt ist es tatsächlich soweit: Steckel, dessen Auftritte gerne mit den Worten „the youngest Bluesveteran returns“ beworben werden, kommt mit seiner Band zu einem Gig in die Alte Turnhalle nach Gimmeldingen. Im Gepäck hat er seine aktuelle CD „Black Gold“, die nach Aussagen von Kritikern das Beste bieten soll, was je von ihm auf Platte zu hören war. Steckel, der übrigens auf deutsche Vorfahren verweisen kann, war gerade mal elf Jahre alt, als er sein erstes Album „A Few Degrees Warmer“ veröffentlichte. Mit zwölf wurde er vom großen John Mayall, dem Vater des weißen Blues, für dessen Formation „Bluesbreakers“ verpflichtet, wo er bald als musikalisches Wunderkind Schlagzeilen machte. Inzwischen zum Mann herangereift ist er in seiner eigenen Band nicht nur als Instrumentalist, sondern auch als Sänger mit rauer, „Tennessee Whiskey“-getränkter Stimme zu erleben. Wer 2014 nicht dabei sein konnte, sollte dieses Mal die Chance nutzen, den Ausnahmemusiker und seine Mitstreiter live zu erleben. Denn so wie dieses Powertrio seine Songs zelebriert, sollte Bluesrock im 21. Jahrhundert klingen. Termin „Eric Steckel & Band“ sind am Samstag, 18. März, ab 20 Uhr in der Alten Turnhalle in Gimmeldingen zu erleben. Einlass: 19 Uhr. Karten (20 Euro) an allen bekannten Vorverkaufsstellen, in Neustadt bei Tabak Weiss (06321/2942), der RHEINPFALZ und beim Media-Markt, unter Ticket-Service 0631/37016618 oder www.reservix.de. |hk