Neustadt Blarr will keinen Wahlkampf

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Schuldezernentin Waltraud Blarr (Grüne) will die Diskussion über eine Integrierte Gesamtschule (IGS) für Neustadt aus dem Landtagswahlkampf heraushalten: „Das Thema sollte nicht der Profilierung von Kandidaten dienen, gleich welcher Couleur.“

Die ehrenamtliche Beigeordnete reagiert mit einer Stellungnahme auf die Forderung von SPD und Freien Wählern, die Beauftragung für den Schulentwicklungsplan zu beschleunigen, um noch bis zum 31. März 2016 einen IGS-Antrag beim Land stellen zu können. Dann könnte die neue Schule bereits 2017/2018 an den Start gehen (wir berichteten in der vergangenen Woche). Blarr verweist auf den Zeitplan, den sie im Schulträgerausschuss vorstellte und dem die Vertreter von SPD und FWG in dem Gremium auch zugestimmt hätten. Andreas Gröschel, der neue Leiter der Schulabteilung, habe am 1. Juli seine Arbeit aufgenommen. Drei Monate sei die Stelle zuvor unbesetzt gewesen. Vorgängerin Gisela Schaust war ins Standesamt gewechselt. Bis Mitte September sei an dem Leistungsverzeichnis für den Schulentwicklungsplan gearbeitet worden. Zuvor habe es bereits Gespräche mit den weiterführenden Schulen über ihre IGS-Einschätzung gegeben. Bis Ende Oktober liege die Ausschreibung vor. Bei einer Bewerbungsfrist von drei Wochen könnte der Auftrag frühestens Ende November vergeben werden. „Einen Zeitrahmen für die Erstellung von nur drei Monaten hält die Schulabteilung für zu eng gesteckt, auch weil die Weihnachtsferien dazwischen liegen“, so Blarr. Sie möchte der ausführenden Firma bis 1. Juni Zeit geben. „Wir erhoffen uns dadurch eine höhere Anzahl an Bietern und eine bessere Qualität des Planwerks“, erklärt Blarr, die keine Vorgaben im Hinblick auf das Ergebnis machen will: „Entweder eine IGS passt in die Schullandschaft oder eben nicht. Das wollen wir von den Experten wissen.“ Für den Schulentwicklungsplan stehen 45.000 Euro im Nachtragshaushalt bereit. (wkr)

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