Neustadt „Bin gespannt“

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Ab heute hat Deidesheim einen eigenen Kaffee und einen eigenen Espresso: Markus Badura, Mitbetreiber des Weincafés Kostbar und amtierender deutscher Meister in der Gestaltungsdisziplin Latte Art, eröffnet eine Rösterei. An zwei Tagen in der Woche wird künftig geröstet. Badura hat dafür eine Garage im Hof des Weincafés umgebaut, in dem er auch Seminare anbietet.

„Wir haben mit dem i-Tüpfelchen losgelegt“, sagt Badura: Angefangen habe er mit der Latte Art – der Kunst, den Milchschaum auf Cappuccino und Co. mit individuellen Mustern zu verzieren und damit die geschmackliche Kunst des Barista auch optisch zu vollenden. Vor fünf Jahren eröffnete das Café. Nun ist die Rösterei an der Reihe. „Eigentlich hätte man die andere Reihenfolge erwartet“, meint er. „So oder so, das Angebot ergänzt sich“, ist er sich sicher. Mit Florian Böhm habe er einen kompetenten Röster gefunden, der hohe Qualität liefern könne, so Badura. Die Rösterei startet mit einer Maschine, die pro Charge fünf Kilo Kaffee verarbeiten kann – im Vergleich zu Industrieröstern ist sie also eher klein. Derzeit ist ein Deidesheimer Kaffee – eine Bohnenmischung aus Äthiopien und Brasilien – und ein Deidesheimer Espresso im Angebot. Beide Sorten werden stilecht mit einem Geißbock auf der 250-Gramm-Verpackung im Café verkauft und auf Wunsch im passenden Mahlgrad für die heimische Maschine gemahlen. Demnächst sollen zwei weitere reinsortige Kaffees hinzukommen – die Bohnen aus Äthiopien und aus Indonesien seien bereits bestellt. Seit einigen Tagen schenke er die Kaffees auch im Café aus und habe durchaus positive Rückmeldungen seiner Gäste bekommen, sagt Badura. Auch erste Anfragen aus der Gastronomie habe es schon gegeben. „Ich bin gespannt, wie es sich entwickelt“, meint Badura. Seine Nachbarn schätzten die Röstaromen, sagt er zur Frage möglicher Geruchsbelästigung am Standort inmitten Deidesheims. „Es sind ja auch nur etwa 20 bis 25 Sekunden, in denen es etwas intensiver riecht“, meint der Kaffeeexperte. Nach der Weltmeisterschaft im Juni in Budapest will Badura seine Barista-Ausbildung beenden. In Ungarn tritt er in der Disziplin Latte Art an, in der er zweifacher deutscher Meister ist und in der er bei der Weltmeisterschaft 2015 in Göteborg den elften Platz belegt hatte.

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