Neustadt
Bezirkssynode: Digitale Premiere funktioniert
Er habe sich in den vergangenen Tagen etwas vor der Bezirkssynode gefürchtet, gestand Dekan Armin Jung, der die Versammlung aus technischen Gründen ausnahmsweise leitete. Gefürchtet, weil die Bezirkssynode erstmals als Videokonferenz tagte „und man ja nie weiß, wie so etwas funktioniert“. Die Technik funktionierte jedoch problemlos, obwohl fast 100 Teilnehmer bei der Videokonferenz dabei waren. „Werden wir die richtigen Leute auf die richtigen Plätze wählen?“ Diese Frage nannte Jung als weiteren Grund seiner „Furcht“.
Zum Senior kann nur ein Gemeindepfarrer gewählt werden. Jung verwies darauf, dass Geib, die bereits in den vergangenen sechs Jahren Seniorin war, für Kontinuität stehe. Das sei angesichts dessen, dass er im Herbst in Ruhestand geht, von Bedeutung, betonte der Dekan. Bereits bei der letzten Bezirkssynode im September war Andreas Rummel zum Nachfolger von Jung gewählt worden. Ein gemeinsamer Kindertagesstätten-Trägerverbund auf Bezirksebene und das Pfarrstellenbudget, nannte Judith Geib als wichtige Aufgaben in der neuen Amtszeit.
Gernot Kramer, der Vorsitzender der Bezirkssynode gewesen war, kandidierte nicht mehr. Der 52-jährige Pfarrerssohn Witt, der beruflich im Personalwesen tätig und Presbyter in Maikammer ist, nannte Kommunikation und die Veränderungen in der Kirche als Themen, die ihm wichtig sind. Auch beim Amt des stellvertretenden Vorsitzenden der Bezirkssynode gab es eine Veränderung. Arnd Schnörr, Pfarrer in Mußbach, der bisher Stellvertreter war, kandidierte nicht mehr, da er demnächst in Ruhestand geht. Zu seiner Nachfolgerin wurde Christine Schöps gewählt, die die Pfarrstelle im Neustadter Krankenhaus Hetzelstift hat.
Fürs Personalbudget zuständig
Als ein wichtiges Gremium, das wesentliche Entscheidungen auf Bezirksebene treffe, bezeichnete Jung den Bezirkskirchenrat. In den vergangenen Jahren seien verstärkt Zuständigkeiten, etwa für Baumaßnahmen und die Verteilung des Personalbudgets, von der Landeskirche auf den Bezirkskirchenrat übergegangen. Ein weiterer Beitrag zur Kontinuität im Kirchenbezirk sei, dass die bisherigen drei weltlichen Beisitzer in dem Gremium erneut kandidieren. Aileen Diemer, Presbyterin in Meckenheim, Walter Duffing, Presbyter in der Neustadter Martin-Luther-Kirchengemeinde, und Ute Hempel, Presbyterin in Duttweiler, wurden erneut gewählt. Der Vorsitzende der Bezirkssynode, der stellvertretende Vorsitzende der Bezirkssynode, der Dekan und die Seniorin sind kraft Amtes im Bezirkskirchenrat.
Als stellvertretende weltliche Mitglieder des Bezirkskirchenrats wurden Till Denny (Haßloch), Ulrike Krakehl (Diedesfeld), Helmut Postel (Kleinfischlingen) und Bettina Wollinksy (Haardt) gewählt. Stellvertretende geistliche Mitglieder sind Martin Groß (Lambrecht), Stefan Schatull (Haßloch) und Andrea Kübart (Neustadt). Zum Schriftführer des Bezirkskirchenrats wurde Pfarrer Frank Wiehler (Weidenthal) gewählt. In beratender Funktion gehören zwei Jugendvertreter zum Bezirkskirchenrat. Der 19-jährige Lars Heimann und der 17-jährige Fabian Graf waren von den Jugendmitarbeitern im Kirchenbezirk vorgeschlagen worden und wurden von den Mitgliedern der Bezirkssynode gewählt.