Neustadt Bestleistungen in der Kühle

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Hassloch (kle). Mit 69 Startern war das Saisonabschluss-Meeting des LC Haßloch am Samstag nur mäßig besucht. Dennoch gab es trotz der kühlen Witterung zum Ende der Freiluft-Saison einige Bestleistungen. Marvin Kastl (TV Gimmeldingen), der sich auf die Pfalz-Mehrkampfmeisterschaften vorbereitet, steigerte seine bisherige Bestweite im Weitsprung um 38 Zentimeter auf 6,65 Meter. Im Hochsprung blieb er mit 1,87 Metern lediglich drei Zentimeter unter seiner vor einer Woche erzielten Bestleistung.

Mittelstreckler Marius Meyfarth wollte bei seinem Heimspiel zeigen, dass er auch nach vielen Wettkämpfen der langen Saison noch einige Körner übrig hat und dominierte den „Haßlocher Kilometer“. Doch fast wäre Meyfarth zum Pechvogel der Veranstaltung geworden. Kampfrichter Rudi Rieger, zuständig für den Zeitmess-Bus, wurde von dem Zieleinlauf des schnellen Studenten überrascht und löste so kein Zielfoto aus. Banges Warten bei Meyfarth. Denn ein Blick auf seine Uhr zeigte ihm, dass er im Bereich einer neuen Bestzeit unterwegs war. Schließlich ergab die Auswertung der Lichtschranke ein Resultat von 2:30,01 Minuten und damit eine Verbesserung der alten Bestmarke um fast zwei Sekunden. „Nochmals hätte ich das heute nicht laufen können“, sagte Meyfarth erleichtert durchschnaufend. Auch sein LCH-Teamkollege Emil Leibrock auf Rang drei blieb mit 2:41:1 Minuten unter seiner alten Bestzeit. Im Hochsprung verbesserte Fabian Müller (TV Gimmeldingen) seine Bestleistung um sechs Zentimeter auf 1,66 Meter. Ein Höhepunkt war der dreiteilige Sprintcup mit Läufen über 50, 100 und 200 Meter. Doch Sprinten bei kühlem Wetter führt leicht zu Zerrungen. So wollte der Haßlocher Jan Steinmüller, der für ABC Ludwigshafen an den Start geht, „nur zum Spaß sprinten“. Doch seine leicht angeschlagene Oberschenkelmuskulatur am rechten Bein bereitete bereits beim ersten Start über 50 Meter Probleme, obwohl Steinmüller mit 6,49 Sekunden Zweiter der Altersklasse U20 wurde. So packte er enttäuscht seine Spikes ein, denn auch der Start über die 1000 Meter fiel damit für den Mittelstreckenspezialisten aus. Auch Niklas Brombacher (LG Neustadt) musste aufgeben. Ihm zwickte es ebenfalls im Oberschenkel. „Ich hatte schon vor zwei Wochen Probleme, zwischendurch schien es besser, aber jetzt geht nichts mehr“, so der 18-Jährige. Dominierend in der U20 war Nico Fremgen (LAZ Zweibrücken). Auch er bereitet sich auf einen Mehrkampf vor. Er startet bei den deutschen Meisterschaften im Turnerfünfkampf in zwei Wochen. Neben dem Sprintcup, den er souverän gewann, trat er auch im Speerwurf an und siegte dort mit mit 49,38 Metern. Julian Opitz (LC Haßloch) hat ebenfalls eine Spezialität. Und das ist eindeutig der Sprint. Diesmal allerdings war er nicht auf Bestzeiten-Jagd. „Ich bereite mich für den Fünfkampf in Neustadt vor, weil wir vom Verein her als Team antreten. Daher trainiere ich momentan alternativ mit Speerwurf, Kugelstoßen, Weitsprung und langen Läufen“, erklärte er. Gewonnen hat er den Sprintcup der Männer dennoch. Sein Teamgefährte, Zehnkämpfer Raphael Tremmel, absolvierte am Samstag nur Weitsprung und Kugelstoßen. Nach Platz sechs bei den deutschen Meisterschaften im Zehnkampf vor drei Wochen gönnte er sich eine Auszeit. Er möchte in zwei Wochen in Neustadt noch einmal einen starken Zehnkampf absolvieren. Dass das Sportfest des LC Haßloch trotz der geringen Teilnehmerzahl seinen Platz im Terminkalender gefunden hat, davon ist Vereinschef Joachim Tremmel überzeugt: „Unser Sportfest muss noch wachsen. Aber diesmal waren auch die späten Sommerferien ein Grund. Viele Vereine sind noch nicht richtig wieder im Training.“ Vielleicht kommen im nächsten Jahr doch einige Athleten mehr, wenn sich herumspricht, dass die Sieger eine große Kiste mit frischem Haßlocher Gemüse erhalten ...

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