Neustadt RHEINPFALZ Plus Artikel Bester Slogan kommt aus Geinsheim

Klimaschutzmanager Marcel Schwill übergibt den Preis an die Schüler.  Foto: Linzmeier-Mehn
Klimaschutzmanager Marcel Schwill übergibt den Preis an die Schüler.

„Handeln statt Klimawandeln“: Mit diesem Slogan hat die vierte Klasse der Grundschule „Am Storchennest“ in Geinsheim den städtischen Wettbewerb um den besten Slogan für den Klimaschutz gewonnen.

Gefragt war die Entwicklung eines Leitspruchs von drei bis vier Wörtern, um die Neustadter Klimaschutzaktivitäten besser sichtbar zu machen. Die Geinsheimer Grundschüler schafften es, mit drei Worten zu verdeutlichen, dass es beim Klima fünf Minuten vor Zwölf ist und ein schnelles Umdenken erforderlich ist.

Den Geistesblitz hatte der zehnjährige Emil Wagner. Im Sachunterricht erarbeitete Lehrerin Lisa Bräutigam in vier Unterrichtsstunden in der vierten Klasse die Thematik. „Wir sammelten zunächst Vorstellungen, was überhaupt Nachhaltigkeit bedeutet, und wo wir das umsetzen können. Dann setzten sich die Schüler in Kleingruppen zusammen“, erzählt sie.

An dem Wettbewerb haben sich laut dem städtischen Klimaschutzmanager Marcel Schwill sechs Schulen und vier Vereine aus dem Umweltbereich beteiligt. Sie reichten 67 Vorschläge ein.

Für Lehrerin Bräutigam und ihre Schüler stand zunächst ein klasseninternes Auswahlverfahren an. „Jede Klasse sollte sich auf einen Vorschlag begrenzen“, betonte sie. Also diskutierten die Schüler im Klassenverband, welcher Slogan beim Wettbewerb eingereicht werden sollte.

Regionaler Bezug im Logo

Diese Vorarbeit fand bereits vor einem Jahr statt. Denn auch die städtische Jury, unter anderem besetzt mit Oberbürgermeister Marc Weigel und Umwelt- und Schuldezernentin Waltraud Blarr, musste in mehreren Runden eine Entscheidung treffen. Danach gestaltete die Berliner Grafikerin Christina Wedel das passende Logo. Der regionale Bezug wird durch Umrisse des Hambacher Schlosses sowie einer Hügelsilhouette deutlich, ein Fahrrad symbolisiert einen Bewusstseinswandel im Bereich Mobilität.

Dezernentin Blarr ermutigte die Schüler, im Sinne der „Fridays for Future“-Demonstrationen, das ökologische Gewissen in der eigenen Familie zu schärfen. Folgerichtig hatten die Schüler mit ihrer Klassenlehrerin und Schulleiterin Susanne Sappok das Lied „Karl der Käfer“ ausgewählt. „Einen Platz für Tiere gibt es nicht mehr. Karl wurde nicht gefragt, man hat ihn einfach fortgejagt“, heißt es darin.

Drittbestes Leitungswasser in ganz Deutschland

Als Lohn für ihren Sieg im Wettbewerb gab es umweltfreundliche Trinkflaschen und Bleistifte. Blarr zeigte auf, dass sie diese Flaschen einfach mit Neustadter Leitungswasser füllen könnten, denn es sei das drittbeste Leitungswasser in ganz Deutschland.

Ideengeber Emil Wagner wartet indes jetzt darauf, dass auf den Slogan auch Taten folgen.

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