Neustadt RHEINPFALZ Plus Artikel Bester Abschluss: Bastian Anton mehrfach ausgezeichnet

Sogar auf Bundesebene als bester Auszubildender ausgezeichnet: Automobilkaufmann Bastian Anton vom Autohaus Scherer in Neustadt.
Sogar auf Bundesebene als bester Auszubildender ausgezeichnet: Automobilkaufmann Bastian Anton vom Autohaus Scherer in Neustadt.

Nicht nur in Hollywood werden jährlich die Oscar-Trophäen für die Besten der Besten verliehen, auch im deutschen Handwerk werden nach ihrem Abschluss die jeweils besten Auszubildenden ausgezeichnet. Nur wer in allen Prüfungsfächern mit einer Eins abgeschlossen hat, kommt in diesen Genuss.

Im diesjährigen Abschlussjahrgang der Kreishandwerkerschaft Vorderpfalz schafften das nur zwei Auszubildende, einer davon ist Bastian Anton. Sein Prüfungsabschluss als Automobilkaufmann ist so exzellent, dass er damit automatisch auch auf Landesebene den besten Abschluss hingelegt hat. Jetzt konnte der junge Mann, der mittlerweile im Neustadter Autohaus Scherer beschäftigt ist, sich bei der deutschen Meisterschaft im Handwerk auf Bundesebene erneut beweisen und erzielte auch dort das beste Ergebnis. Fünf Kandidaten kämpften in Hamburg um den Spitzenplatz. Dabei zählten nicht nur die erzielten Abschlussnoten, sondern es wurde auch eine praktische Probe der erworbenen Kenntnisse verlangt.

Schon als Kind von Autos fasziniert

Seine überragenden Ergebnisse führt Anton auf zwei maßgebliche Ursachen zurück: „Meine schon immer vorhandene Begeisterung für Autos generell und deutsche Markenautos im Speziellen. Und die Vielfalt, die ich in meinem Ausbildungsbetrieb Autohaus Oster in Mutterstadt kennenlernen durfte.“ Schon als Kind gab es für ihn nichts Größeres, als Autos anzuschauen und kennenzulernen. „Während mein Vater zum Beispiel im Supermarkt einkaufen war, musste meine Mutter mit mir auf dem Parkplatz herumlaufen, damit ich die verschiedenen Autos bewundern konnte“, erinnert sich Anton. Trotzdem schlug er, auch auf Wunsch seiner Eltern, zunächst eine andere Laufbahn ein: Er machte eine Ausbildung zum Bauzeichner im Ingenieurbau.

Doch nach seinem Abschluss kamen verschiedene Gegebenheiten zusammen, die den frischgebackenen Bauzeichner auf eine andere Schiene lenkten. Sein Ausbildungsbetrieb konnte ihn nicht übernehmen und sein Abschluss fiel genau in die Zeit der Corona-Pandemie mit ihren Einschränkungen – sich zu bewerben und einen neuen Job zu finden war merklich schwieriger. Für Anton ergab sich aber in dieser Zeit auch die Möglichkeit nochmal generell über seine Berufsziele nachzudenken. Als er dann öfter beim Bruder seiner damaligen Freundin dessen Ausbildungsunterlagen zum Automobilkaufmann sah, wurde ihm bewusst: „Mensch, das ist genau das, was ich immer schon machen wollte.“ So fiel die Entscheidung für eine zweite Ausbildung – nämlich die zum Automobilkaufmann.

Lernen nie als Pflicht empfunden

Sein etwas höheres Alter war dabei eher förderlich, so hatte Anton auch bereits den Führerschein gemacht, was in diesem Beruf unbedingt erforderlich ist. „Schon während der Ausbildung, während der ich sämtliche verschiedenen Aufgabenbereiche durchlaufen konnte, war klar: Das ist mein Traumberuf, da kann ich meine Leidenschaft für Autos leben. Das ist für mich so, als ob ich mein Hobby zum Beruf machen konnte“, schwärmt Anton regelrecht. Seine guten Abschlussergebnisse führt er auch mit darauf zurück, dass er schon vorher mit einem riesigen Hintergrundwissen über Autos ausgestattet war. Deshalb empfand er die Ausbildung und das Lernen auch nie als Pflicht, sondern immer als Möglichkeit, seine Neugierde auf alles rund um das Thema Autos zu befriedigen und sich weiteres Fachwissen anzueignen.

Dass er nach seiner Ausbildung zum Neustadter Autohaus Scherer gewechselt ist, begründet Anton mit der Größe des Unternehmens und den sich daraus ergebenden vielfältigeren Einsatzmöglichkeiten. „Durch die verschiedenen Standorte habe ich hier viel mehr Möglichkeiten, auch mal in anderen Bereichen eingesetzt zu werden“, sagt der Automobilkaufmann. Für seine späteren Berufsjahre kann er sich sogar vorstellen, irgendwann mal in den Herstellerbereich zu wechseln.

Weitere Landessiegerinnen

2. Salome Vester, Maßschneiderei, Schwerpunkt Damen, Neustadt (Johann-Joachim-Becher-Schule, Berufsbildende Schule Speyer).

3. Paula Tretter, Metallbau, Fachrichtung Konstruktionstechnik, Neustadt (Ploch Schlosserei GmbH, Neustadt).

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