Neustadt Besinnen auf eigene Stärken
„In welche Richtung will sich unser Dorf künftig bewegen?“ Diese Frage möchte Bürgermeister Rolf Metzger mit den Bürgern von Kirrweiler am Mittwoch, 24. Februar, im Dorfgemeinschaftshaus „Edelhof“ diskutieren. Gemeinsam soll bei dem Treffen erörtert werden, wo die Stärken des Ortes liegen und wie diese ausgebaut werden könnten.
Dabei ist der Wunsch nach Neuorientierung durchaus als ein Ergebnis der inzwischen rückabgewickelten Zwangsfusion der Verbandsgemeinden Maikammer und Edenkoben zu bewerten. Waren in Folge der Fusion doch bestimmte Verwaltungsaufgaben auf die jeweiligen Ortsgemeinden übertragen worden, was nach Ansicht vieler Beteiligter zu deren Stärkung geführt habe. So bekam Kirrweiler mit der Fusion unter anderem zusätzliche Sekretariatsaufgaben und die Verwaltung des Dorfgemeinschaftshauses „Edelhof“ übertragen. Außerdem wurde ein eigenes Tourismusbüro (i-Punkt) eröffnet. Diese Aufgaben verbleiben auch nach der Rückabwicklung der Fusion im Zuständigkeitsbereich der Ortsgemeinden. Auch der Ausstieg Kirrweilers aus dem Tourismusverein „Erlebnisland Maikammer“ wurde indirekt durch die Zwangsfusion angestoßen. In dieser Phase nämlich beauftragte Olaf Gouasé, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Edenkoben, die Berliner Berateragentur Heuschmid & Partner damit, ein gemeinsames Konzept für die beiden Tourismusvereine „Garten Eden“ und „Erlebnisland Maikammer“ zu erarbeiten, eine Neuorientierung, die nach Metzgers Überzeugung in die richtige Richtung führe. „Touristen nehmen größere Gebiete, wie zum Beispiel die Mittelhaardt oder den Kreis Südliche Weinstraße, besser wahr“, ist er überzeugt. Innerhalb der Rückabwicklung wurde dieser Auftrag jedoch zu Metzgers Bedauern zumindest vorerst wieder gestoppt. Deshalb möchte der Bürgermeister nun seinerseits zusammen mit der Agentur Heuschmid & Partner auf der einen Seite und einer Bürgerbefragung auf der anderen Seite ein tragfähiges Gesamtkonzept für die Zukunftsgestaltung des Ortes ausarbeiten, das nicht nur, aber auch eine Neuausrichtung in Sachen Tourismus beinhalten soll. Die Agenda für die Zukunft trägt den Namen „Kirrweiler 2026“, womit ausgedrückt wird: Jetzt planen und innerhalb der kommenden zehn Jahre Pläne verwirklichen. Für die Auftaktveranstaltung am 24. Februar sollen laut Ortsverwaltung alle Haushalte eine eigene Einladung erhalten. Auch Fragebögen mit Fragen zu Themen wie Tourismus, Wohnqualität, Kulturangebot und Zukunftswünsche werden verteilt. Und da bekanntermaßen nur ein gestärkter, entspannter Geist gut denken kann, soll es bei der Veranstaltung im „Edelhof“ zur Auflockerung neben einem kleinen Imbiss auch Musik von den „Maademer Woischlauchdudlern“ sowie eine kurze Darbietung aus dem Theaterspaziergang „Zu Markt getragen“ geben. (plk)