Neustadt Benkler-Schützlinge in Torlaune

Neustadt. Die TSG Deidesheim hat sich am Dienstagabend in einem Nachholspiel der Fußball-A-Klasse Rhein-Mittelhaardt in Torlaune präsentiert. Die Elf von Spielertrainer Rudolf Benkler schlug die SpVgg Rödersheim 6:0 und belegt in der Tabelle mit 29 Punkten Platz sieben.
Benkler selbst erzielte zwei Tore. Hinzu kamen Treffer von Dominik Lisson, Vladimir Taubert, Alexander Schubing und Marvin Ehrenpreis. „Die Mannschaft arbeitet seit vielen Wochen überragend, und dann kommen eben auch solche Ergebnisse gegen tiefer platzierte Mannschaften heraus“, sagt Benkler. Seine Elf schoss in den vergangenen fünf Spielen 18 Tore und kassierte nur zwei – das nennt man einen Lauf. Die Gelegenheit ist günstig, die Serie auszubauen: Gast VfL Neuhofen (Sonntag 14.30 Uhr) gewann von den zurückliegenden neun Spielen kein einziges, verbuchte in diesem Zeitraum zwei kümmerliche Punkte. Zu beachten sei vor allem Marcel Meyer. „Schaltet man ihn aus, hat man schon viel gewonnen“, sagt Benkler, „der Rest ist eine Kampfmannschaft.“ Und seine eigene Truppe hat ja bewiesen, dass sie nicht mehr nur spielen kann. Am Samstag (15 Uhr) gastiert die in Deidesheim baden gegangene SpVgg Rödersheim beim VfL Neustadt II. Macht die Klatsche dem VfL Mut? Trainer Torsten Conrad mag das Resultat nicht bewerten. Der Lage ist er sich bewusst. „Das ist ein sehr entscheidendes Spiel für uns. Wenn wir dabeibleiben und noch eine Chance haben wollen, müssen wir dieses Spiel gewinnen.“ Im Augenblick belegt der VfL mit acht Punkten den drittletzten Rang, Rödersheim nimmt mit 15 Punkten den Platz davor ein. Sollte der VfL verlieren und sollten am Saisonende drei Mannschaften absteigen, wäre bei dann zehn Zählern Rückstand kaum mehr Hoffnung vorhanden. Zumal laut Conrad nicht mit einem Aufrüsten des Kaders zu rechnen ist. „Es ist unrealistisch, dass wir im Winter Spieler dazubekommen. Vielleicht haben wir das Glück, dass unsere Erste Mannschaft weniger Verletzte hat und der eine oder andere Junge uns helfen kann.“ Die SpVgg Edenkoben/St. Martin steht noch mieser da als der VfL. Spielertrainer Slawomir Stulin und seine Schützlinge hocken mit sechs Punkten auf dem letzten Rang fest. Stulin sehnt die Pause herbei. Er vermisst bei vielen seiner Spieler Siegermentalität und Zielstrebigkeit. Daran möchte er im Winter arbeiten. „Wir versuchen, mit guter Stimmung weiterzumachen.“ Das sei nicht leicht, gerade, da sich das Personal abermals reduziert habe. Auch in der Partie beim Tabellensechsten ASV Harthausen (Sonntag, 14.30 Uhr) fehlten mit David Moll (Kreuzbandriss), Manuel Moll (Schulterprellung) und Torwart Philipp Christmann (Bänderdehnung im Knie) Spieler, deren Abwesenheit man spüre. Der ASV Harthausen wird so schnell nicht Lieblingsgegner des TSV Königsbach. Nach dem 2:5 in der Hinrunde verlor der TSV nun 1:3. Der Gast agierte effizienter, brauchte im ersten Abschnitt für zwei Tore drei Möglichkeiten. „Ich will nicht sagen, dass die Niederlage komplett unverdient ist, aber sie ist bitter“, sagt TSV-Spielertrainer Sven Hörnschemeyer. „Ich fand das Spiel sehr ausgeglichen.“ Nun gastiert seine Elf beim FC Speyer 09 II (Sonntag, 12 Uhr), einer Mannschaft, gegen die es in dieser Spielzeit ebenfalls wenig zu holen gab. Im Pokal unterlag der TSV 2:7, in der ersten Halbserie gab es ein 2:2. Das zu wiederholen, werde „sehr, sehr schwer“, sagt Hörnschemeyer. Da die eigene zweite Garde parallel antritt und mit Daniel Schröer ein weiterer Spieler ausfällt, reist der TSV mit elf Mann an. Zudem hat der Tabellenzweite aus der Domstadt Lunte gerochen und bietet immer öfter Spieler aus jener Mannschaft auf, die in der Landesliga Platz eins belegt. So gelang jüngst das 4:1 bei Spitzenreiter FC Lustadt. Sven Hörnschemeyer nimmt’s sportlich: „Das ist legitim, und wir wollen und werden nicht jammern. Wir sind auf jeden Fall noch in der Lage, sie zu ärgern.“ (aboe)