Neustadt Bekannte Gesichter, gemischte Gefühle

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«Landau». Die Südpfälzer Bildhauer Karlheinz Zwick, Volker Krebs und Martin Schöneich stehen mit ihren Arbeiten im Zentrum der „Kulturtage Südliche Weinstraße“, die heute in Bad Bergzabern eröffnet werden. Sie haben Skulpturen für die drei großen Schulzentren in Bergzabern, Herxheim und Edenkoben geschaffen. Pro Standort und Kunstwerk standen 40.000 Euro zur Verfügung. Für Kritik sorgt allerdings der Umstand, dass die Kreisverwaltung bei der Vergabe auf Ausschreibung und Wettbewerb verzichtete und auch persönliche Interessen nicht auszuschließen sind. Karlheinz Zwick ist seit 1989 Mitorganisator und Berater der „Kulturtage“, Volker Krebs der Lebensgefährte der Landrätin Theresia Riedmaier (SPD). Zwick hat für das Pamina-Schulzentrum in Herxheim einen seiner typischen Köpfe in Stahl gegossen und ihm in geschwungenen Rundungen drei Schweife angefügt. Der minimalistische Kopf steht für maximale Gedankenfülle beim Lernen, die drei „vereinten Glieder, die ihn tragen, für „drei Regionen, einen Eurodistrikt“ beziehungsweise die drei Schulformen in einem Gebäude. Volker Krebs belebte aus Anlass von Rodins 100. Todestag dessen „Denker“ in einer seiner körperschweren Sandsteinfiguren neu. Unter dem Titel „Die Gedanken sind frei“ spannen geschmiedete Flügel einen geistigen Bogen auf Schüler und Lehrer des Edenkobener Gymnasiums. Die Plastik wird am Mittwoch, 6. September, um 10 Uhr in Edenkoben ihrer Bestimmung übergeben. Für das Alfred-Grosser Schulzentrum in Bad Bergzabern hat Martin Schöneich drei voluminöse Einzelteile so in Balance gelegt, dass sie aus allen Richtungen abstrakte „Durchblicke“ unter dem Titel „D-6-7 oder der Schenkel der Nike“ bieten und damit das dadurch sichtbar Werdende neu austarieren. „Gerade Kinder und Jugendliche“, so die Landrätin, die Kunst stets auch als politischen Auftrag versteht, „brauchen Impulse und Anstöße, um sich mit Kunst und Kultur auseinanderzusetzen.“

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