Lambrecht
Beigeordneten-Wahl ohne Überraschungen
Die FWG-Fraktionsvorsitzende Christine Klein schlug Martina Wode-Buser für die Position der Ersten Beigeordneten vor. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Klaus Nowotny nannte Silvia Zillich (CDU) als Kandidatin. Bürgermeister Andreas Ohler (CDU) forderte eine Vorstellung der Kandidatinnen. Die 65-jährige Wode-Buser verwies darauf, dass sie bereits in der vergangenen Wahlperiode Erste Beigeordnete war. Zwar habe sie keinen eigenen Geschäftsbereich gehabt, doch sei sie als Erste Beigeordnete Vertreterin des Bürgermeisters und für Gratulationen von Alters- und Ehejubilaren zuständig gewesen. „Ich habe Zeit, das Amt auszuführen“, so Wode-Buser. „Ich möchte gern Andreas Ohler unterstützen und die Stadt Lambrecht repräsentieren“, sagt Zillich. Sie sei in der zweiten Wahlperiode im Stadtrat, so die Mutter von drei Kindern.
Zwölf Stimmen für Wode-Buser
Auf Wode-Buser entfielen in geheimer Wahl zwölf Stimmen. Das entspricht der Anzahl der Ratsmitglieder von FWG, SPD, SWG und BSW. Zillich bekam sechs Stimmen, so viele Vertreter der CDU gehören dem Stadtrat an. Es gab zwei Enthaltungen. Die Grünen, die zwei Sitze im Stadtrat haben, hatten im Vorfeld angekündigt, dass sie sich enthalten würden.
Bundenthal-Beck wurde von dem SPD-Fraktionsvorsitzenden Maximilian Henrich für das Amt der Beigeordneten vorgeschlagen. Martina Bundenthal (CDU) schlug Robert Westerberger (CDU) als Kandidaten vor. Sie habe ihr Engagement für die Stadt „mehrfach unter Beweis gestellt“, sagte Bundenthal-Beck. „Ich bin nicht fehlerfrei. Wer viel tut, macht viele Fehler“, so Bundenthal-Beck. Als Berater für Firmen sei er „gewohnt an Dingen dran zu bleiben“, so Westerberger. Er bekam sieben Stimmen, Bundenthal-Beck elf. Zwei Ratsmitglieder enthielten sich.
Bereich Straßen übernimmt Bürgermeister selbst
Wode-Buser bekam keinen Geschäftsbereich. Für Bundenthal-Beck schlug Ohler den selben Geschäftsbereich vor, den sie in der vergangenen Wahlperiode hatte – mit Ausnahme der Zuständigkeit für Straßen, die wolle er selbst übernehmen. Dem Vorschlag von Ohler entsprechend umfasst der Geschäftsbereich Bauhof, Liegenschaften, öffentliche Einrichtungen, Friedhof, Bauanträge, kommunale Abfallwirtschaft, Bauanträge, räumliche Planungs- und Entwicklungsmaßnahmen, Spielplätze, Kerwe, Weihnachtsmarkt, Geißbock-Festspiele.
Nach einer Sitzungsunterbrechung sagten Klein und Henrich, dass sie über dieses Angebot von Ohler „positiv überrascht“ seien. Klein bot Ohler an, den Friedhof zu übernehmen, da dieser „eine Herzensangelegenheit“ von Ohler sei. Der lehnte das jedoch ab. Dirk Hedtke (BSW) sagte, er verstehe nicht, dass Ohler den Bauhof nicht übernehme, da er beim Bauhof seit seiner Wahl zum Bürgermeister einiges getan habe. Ebenso verstehe er nicht, dass Ohler die Zuständigkeit für Straßen von anderen Bauthemen abtrenne. Der Rat stimmten dem Vorschlag von Ohler zum Geschäftsbereich der Beigeordneten einhellig zu.
Ohler: „Bin pragmatisch“
Ohler sagte, dass er von einer „guten sachlichen Zusammenarbeit mit den Beigeordneten“ ausgehe: „Es ist für Lambrecht.“ Im August hatte Ohler im Gespräch mit der RHEINPFALZ gesagt, dass er „menschliche Schwierigkeiten mit Bundenthal-Beck“ habe und mit ihrer Arbeit als Beigeordnete nicht zufrieden gewesen sei. Auf Anfrage sagte Ohler nun: „Ich habe das, was ich wollte, nicht bekommen. Aber ich bin pragmatisch und muss mit dem was ist, zurechtkommen.“
Im Rat sagte Ohler, dass ihm die ersten Wochen seiner Amtszeit noch deutlicher als bisher „vor Augen geführt haben, wie viele Dinge in Lambrecht angepackt werden müssen“. Um das alles zu bewältigen, seien Beigeordnete erforderlich. Seit er am 17. September das Amt übernommen hat, sei es ihm jeweils „in letzter Sekunde“ gelungen, dass ein Antrag für Fördermittel für die Gestaltung des Platzes in der Wallonenstraße gestellt wird und Fördermittel für den Wald beantragt werden. Auch sei ein guter Kompromiss für die Gestaltung des Platzes bei der Friedenseiche gefunden und seien Maßnahmen für die Beschaffung eines Ersatzgeräts für den kaputten Unimog für den Winterdienst eingeleitet worden.
