Neustadt Bauantrag für Drogeriemarkt gestellt
Im leer stehenden Gebäude des ehemaligen Penny-Marktes in Deidesheim will eine große Kette einen Drogeriemarkt betreiben. Der Stadtrat befasst sich am Dienstag mit dem Bauantrag. Voraussichtlich werden die Ansiedlungspläne auch Auswirkungen auf die Verkehrssituation in der Appengasse haben.
Die Stadt sei natürlich daran interessiert, wenn ein Leerstand beseitigt werde, sagt Stadtbürgermeister Manfred Dörr. Der Penny-Markt hatte Ende 2015 geschlossen. Für einen Drogeriemarkt sieht Dörr am Standort Deidesheim durchaus einen Bedarf. Er erinnert daran, dass es seit der Schließung der Schlecker-Märkte sowohl in Deidesheim wie in Meckenheim keinen Drogeriemarkt mehr gebe. Im ehemaligen Schlecker-Markt in der Weinstraße ist jetzt ein Friseurstudio eingerichtet. Die Verkehrssituation wird sich wohl deswegen ändern, weil außer der nördlichen Zufahrt zu dem Markt eine zweite Zufahrt im Südwesten des Grundstücks, von der Appengasse aus, zu den Parkplätzen geplant ist. Es soll eine Rampe werden, die das Gefälle von der Straße zum Grundstück ausgleicht. Dazu wird aber eine Verlegung der bisherigen Überquerungsmöglichkeiten zwischen der Innenstadt und Deidesheim-Ost erforderlich. Das betrifft sowohl die Querungshilfe mit Fußgänger-Ampel vor dem Mark als auch die Verkehrsinsel in Höhe der Kindertagesstätte St. Hildegard, etwas südlich davon. Dazu hat dem Stadtrat im Dezember schon eine Grobplanung vorgelegen. Das Gremium hat ihr grundsätzlich zugestimmt, aber auch Bedingungen gestellt. Es muss eine detaillierte Straßenbauplanung vorliegen. Das Vorhaben muss mit allen betroffen Behörden abgestimmt werden. Und schließlich müsste der Bauherr die Kosten dafür übernehmen. Manfred Dörr sagte, eine Verlegung der Ampel könnte sogar zu einer leichten Verbesserung führen, bei der Fußgänger weniger Umwege laufen müssten. Die Appengasse ist stark befahren, da sie unter anderem Teil der Verbindung am Ostrand von Deidesheim zwischen Ruppertsberg und dem Kreisel in Richtung Niederkirchen ist. Sie wird genutzt von Autofahrern, die zum Wasgau- und zum Aldi-Markt fahren. Gleichzeitig wird sie von vielen Kindern und Jugendlichen überquert: Kinder gehen von der Innenstadt in den katholischen Kindergarten. Von der Appengasse biegt man auch in die Bürgermeister-Oberhettinger-Straße ein, in der sich die Integrierte Gesamtschule sowie die Alla-Hopp-Anlage befinden. Das Grundstück des ehemaligen Penny-Marktes liegt im Geltungsbereich eines Vorhaben- und Erschließungsplans „Östlich der Appengasse“. Das Grundstück ist als Sondergebiet für einen Einzelhandelsbetrieb festgesetzt. Gegen eine Nutzung als Drogeriemarkt spreche auch aus planungsrechtlicher Sicht nichts, heißt es in der Erläuterung zum Bauantrag für den Stadtrat. |ff