Neustadt
Basketball: TSG Neustadt in Wörth, Frauen der SG Deidesheim/Neustadt in Mainz
Zwar gab es eine Spielpause in den Herbstferien, aber keine Gelegenheit für die Basketball-Teams der Region, sich zu verbessern. Wie immer in den Ferien standen die Sporthallen des Schulzentrums Böbig nicht für ein Training zur Verfügung.
Überhaupt fehlt es den Herren der TSG Neustadt an Trainingseinheiten. Der Bezirksliga-Absteiger der vergangenen Saison ist noch nicht richtig in der A-Klasse angekommen. Nur ein Training in der Woche, am Mittwoch, dazu noch oft mit mangelnder Beteiligung, bietet Trainer Thomas Beuttler wenig Gelegenheit, um die Männer taktisch und spielerisch besser aufzustellen. Nach der Pokalniederlage in Haßloch folgte im ersten Rundenspiel eine 57:72-Niederlage bei den Skyflyers Ludwigshafen.
Florian Schimmer zurück zur TSG
Erneut geht es am Sonntag zu einem Auswärtsspiel. Um 15.30 Uhr tritt die TSG im Europa-Gymnasium beim TV Wörth an. Seit drei Jahren spielt der Neustadter Florian Schimmer wieder für die TSG. Der 31-Jährige hat mit 16 Jahren hier mit Basketball begonnen. Nach dem Abitur studierte er in Darmstadt Maschinenbau und spielte während dieser Zeit für die dortige Studentenmannschaft. Jetzt arbeitet er in Kaiserslautern. „Die Zugverbindung ist relativ gut. Wir trainieren ja nur einmal in der Woche. Das schaffe ich dann, bis 20 Uhr in Neustadt zu sein, auch wenn wir oft länger arbeiten“, erzählt er. Basketball ist ihm wichtig, „dafür muss man sich die Zeit nehmen“. Nur mit der Anzahl der Mitspieler beim Mittwochstraining hapere es manchmal. Schimmer: „Wir sind selten zehn Spieler, können also nicht fünf gegen fünf trainieren.“ Das Saisonziel Wiederaufstieg steht daher auf der Kippe. Die individuelle Klasse der einzelnen Spieler sei zwar da, aber das müsse man auch noch zusammen bringen, meint Schimmer.
Er selbst ist gerne sportlich aktiv: Im Winter geht es auf die Bretter. Snowboard, Ski alpin und Ski-Langlauf sind für ihn dann ein wichtiger Ausgleich zum Mannschaftssport. Basketball ist bei ihm übrigens zu einem Familienprojekt geworden. Er überzeugte auch seine Frau Alexandra, mal bei der TSG hineinzuschnuppern. Sie war vorher als Leichtathletin aktiv und verstärkt seit rund drei Jahren die Spielgemeinschaft Deidesheim/Neustadt. Das gemeinsame Hobby führt das Paar allerdings am Wochenende oft in verschiedene Sporthallen.
Die Spielgemeinschaft spielt ebenfalls am Sonntag. Um 14 Uhr treten die Damen beim ASC Mainz IV an. Für Spielführerin Simone Scheuermann ein bislang unbeschriebenes Blatt, denn die Landesliga Rheinhessen-Pfalz ist mit Beginn der Saison in zwei Gruppen aufgeteilt worden. Jetzt steht die Spielgemeinschaft aufgrund ihres letzten Tabellenplatzes in der vergangenen Saison zwar in der schwächeren zweiten Gruppe, hat aber erneut Probleme, einen spielstarken Kader aufzustellen.
Trainer Ferré fehlt
Mit nur sieben Basketballerinnen geht es nach Mainz. Trainer Ricardo Ferré kann die Fahrt nicht mitmachen, da er mit den Jugendspielerinnen nach Landau unterwegs ist. „Wir müssen auf Hana Orth verzichten, die sich beim Spiel in Worms im September das Handgelenk gebrochen hat. Auch Lea Hartig und Romy Möller fehlen verletzt“, informiert Scheuermann. So werde sich die Mannschaft selbst coachen, der gute Teamspirit solle dabei helfen. Auf diese Weise habe sie selbst als Spielertrainerin 16 Jahre lang die Frauenmannschaft geführt. Allerdings sei Mainz als Gegner der große Unbekannte, gegen den man noch nie gespielt habe, betont Simone Scheuermann.